Freundeskreis Bonn

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„Etwas von dem zurückgeben,
was wir in unseren Familien erfahren“

Freundeskreis Bonn

Mit derzeit acht Mitgliedern unterstützt der Bonner Freundeskreis seit 2004 die Arbeit des Friedensdorfes. Die Gründung geht auf einen Aufruf der Kölner Unterstützer-Gruppe des Friedensdorfes im Anschluss an einen Bericht in einer Kölner Tageszeitung zurück. Der handelte von der Entlassung der kleinen Sima aus dem Malteser Krankenhaus. Die Kölner Gruppe hatte bis dahin auch die Friedensdorf-Kinder in Bonn besucht. Doch nun fanden sich engagierte Menschen aus der ehemaligen Bundeshauptstadt, die sich bereit erklärten, diese Aufgabe zu übernehmen.

Seitdem betreuen die Mitglieder des Bonner Freundeskreises die kranken und verletzten Kinder, die in Klinken in Bonn behandelt werden. Eine Aufgabe, die für die Genesung der Kinder wichtig ist. Die Betreuung vor Ort sorgt dafür, dass sich die Kinder in den Kliniken nicht einsam fühlen, die Freundeskreis-Mitarbeiter sorgen für alles Notwendige, kümmern sich um Kleidung und - sie sind einfach da. Damit sorgen sie für Entlastung der Friedensdorf-Mitarbeiter in Oberhausen, die die Betreuung der Kinder in den bundesweit verstreut liegenden Krankenhäusern nicht selbst stemmen könnten.

Je nach Art des Behandlungsbedarfs werden die Kinder in Bonn im Malteser Krankenhaus, im Johanniter sowie bis 2016 im Marienhospital unentgeltlich von Spezialisten behandelt, überwiegend in der plastischen Chirurgie wegen der schweren Brandverletzungen.

Durch den teils monatelangen Aufenthalt erhalten die Kinder einen kleinen Einblick in das Leben und die Kultur in Deutschland. Und durch das Miteinander verschiedener Nationen im Friedensdorf lernen sie, toleranter miteinander auszukommen.

„Für uns ist es schön zu erleben, wie sich ängstliche Zurückhaltung der Kleinen nach und nach in vertrauensvolles Miteinander wandelt“,

sagen die ehrenamtlichen Helfer. So wie bei Adilson, der mit Hilfe eines fremden „Papas“ aus kümmerlichen Schneeresten den ersten Schneemann seines Lebens baute und sich diebisch über ein Foto seines Kunstwerkes freute.

„Die ehrenamtliche Tätigkeit gibt uns die Möglichkeit, ein wenig von dem wiederzugeben, was wir in unserem gesicherten Familienleben mit unseren Kindern und zum Teil Enkeln erfahren dürfen“,

betonen die Helfer aus Bonn.

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