Freundeskreis Duisburg

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„Die Kinder brauchen uns einfach“

Freundeskreis Duisburg

Nur wenige Kilometer vom Friedensdorf entfernt haben sich in Duisburg Menschen wie  Birgitt Mahler-Meditsch, die heute den Kreis koordiniert oder Michaela Lamers zusammengefunden, die die Arbeit der Hilfseinrichtung für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten ehrenamtlich tatkräftig unterstützen. 1999 hat sich dieser Freundeskreis gegründet.

Auch hier liegt der Schwerpunkt der Arbeit in der Betreuung der Kinder in den Krankenhäusern. Auch in Duisburg stellen Kliniken ihre Dienste für die Behandlung schwerkranker oder schwerverletzter Kinder kostenlos zur Verfügung. Die Mitglieder des Freundeskreises Duisburg wechseln sich ab in der Betreuung der kleinen Patienten und besuchen sie regelmäßig am Krankenbett.

Außerdem sind sie traditionell auf Veranstaltungen im Stadtgebiet aktiv, beteiligen sich regelmäßig mit einem Info-Stand am Weihnachtsmarkt.

Gern würden die engagierten Ehrenamtler weitere Mitglieder in ihrem Freundeskreis begrüßen, sagt Michaela Lamers, die über eine Nachbarin zum Freundeskreis kam:

„Sie ist Ärztin und fragte beim nachbarschaftlichen Grillen, ob nicht jemand ehrenamtlich für das Friedensdorf arbeiten wolle. Ich sagte ja und habe eigentlich gar nicht damit gerechnet, dass sie tatsächlich auf mich zukäme."

Doch seit einigen Jahren betreut nun auch sie immer wieder Kinder in Duisburger Kliniken:

„Es ist aber wichtig, dass man bei allem Mitleid die Distanz zu den Kindern wahrt. Ich sage auch immer jungen Schwestern oder Ärzten, denen das Schicksal der Kinder zu sehr an die Nieren geht, dass es nicht unsere Kinder sind. Sie gehören nicht uns, sondern gehen zu ihren Familien zurück."

Diese Distanz war es auch, die ihr half, schwierige Zeiten zu überstehen:

„Es war schlimm, als ein angolanisches Mädchen, das schwerste Erkrankungen hatte, in der Klinik starb. Und auch beim Verbandswechsel bei anderen Kindern dachte ich anfangs, das schaff’ ich nicht. Aber es ging dann doch. Denn die Kinder brauchen uns einfach."

Und so ist es für die Helfer ein verdienter Lohn, wenn sie die kleinen Patienten aus dem Krankenhaus später zum Beispiel beim Dorffest mit anderen Kindern herumtoben sehen.

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