Schwerpunkt: Projektarbeit – Teil 2

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Investitionen in Bildung

Ein weiterer wichtiger Baustein der Projektarbeit

Neben der medizinischen Hilfe unterstützt Friedensdorf International unterschiedliche Bildungsprojekte. Einige dienen besonders benachteiligten Menschen in ihrer Weiterentwicklung und auf dem Weg in die Selbstständigkeit, andere Projekte unterstützen den gesellschaftlichen Friedensprozess.

Ausbildungsprojekt in Phnom Penh

In einem seiner Projekte bietet COMPED Home behinderten und blinden Menschen in der Nähe von Phnom Penh eine Ausbildung in unterschiedlichsten landwirtschaftlichen Bereichen an.

In Kooperation mit dem Verein „Thüringisch- Kambodschanische Gesellschaft“ wird das Ausbildungsprojekt finanziert. Als Experten in der Hühner-, Fisch- und Schweinezucht, sowie im Gemüseanbau kehren die jungen Menschen im Anschluss an ihre Lehre in die Heimatdörfer zurück. Die erworbenen Fachkenntnisse steigern nicht nur ihr eigenes Selbstbewusstsein, sondern verändern auch ihre Rolle in der Dorfgemeinschaft. Außerdem bietet ihnen die Ausbildung eine Möglichkeit sich weniger abhängig von der Familie und der Dorfgemeinschaft eine eigene Existenz aufzubauen.

Kindgerecht aufwachsen

Projekte für Kinder von Müllsammlerfamilien

Sich als Kind jenseits von Gestank, Rauchschwaden und dem Dreck auf Müllhalden erleben, diese Möglichkeit bieten das Zirkusprojekt Battambang/Kambodscha und der Kindergarten bei Phnom Penh. Diese Projekte entlasten auch die Eltern, die nun ihre Kleinen nicht mehr zum Arbeiten auf die oft kilometerweit entfernten Müllhalden mitnehmen müssen.

Genug essen, sich täglich waschen und saubere Kleidung anziehen – auf all das wird neben der Beschäftigung und Förderung der Kinder großen Wert gelegt. Für uns in Deutschland eine Selbstverständlichkeit – für diese Kinder in Kambodscha Luxus.

Bildung mittels Laptop

Hilfe im Doppelpack, Recycling und Mitmenschlichkeit, gebrauchte Laptops wiederaufbereiten und anderen zur Verfügung stellen, so arbeitet die gemeinnützige Organisation Labdoo.org e.V. Seit einigen Jahren kooperiert Friedensdorf International mit Labdoo und leitet die recycelten Laptops an die Partnerorganisationen weiter.

Spielerische Lernprogramme in den jeweiligen Landessprachen sind in den Laptops installiert und begeistern die Kinder in Zentralasien, im Kaukasus und in Kambodscha. Und so ganz nebenbei lernen auch sie den Umgang mit den neuen Medien.

Frieden lernen

Interkulturelle Begegnung in Sri Lanka

Von Kindesbeinen an den Frieden lernen, wie bedeutsam ist das für ein Land wie Sri Lanka, das seit Jahrzenten unter einem grausamen Bürgerkrieg litt. Vorurteile, Hass und Unverständnis gegenüber den ehemaligen Feinden werden von Generation zu Generation weitergegeben. Diesen Kreislauf zu durchbrechen, sich begegnen, kennenlernen, gemeinsam spielen und die Welt des Anderen entdecken, dazu braucht es Begegnungsmöglichkeiten wie die interkulturelle Begegnungsstätte Friedensdorf – Nattandija für Kinder und Jugendliche.

Das anfänglich als orthopädische Werkstatt errichtete Projekt in Sri Lanka wurde nach der Tsunamikatastrophe 2004 umgebaut und durch zwei internatsähnliche Einrichtungen für die verschiedenen Bevölkerungsgruppen im Norden und Osten des Landes erweitert.

Eines der Angebote ist für alle Kinder besonders nach der Flutkatastrophe von zentraler Bedeutung: Schwimmen Lernen. Kinder unterschiedlicher Religionen und Ethnien genießen bei hochsommerlichen Temperaturen das Toben und Spielen im kühlen Wasser und lernen so miteinander. Die Renovierung des kleinen Freibades wurde ebenfalls vom Friedensdorf finanziert.

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