Freundeskreis Koblenz & Neuwied

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Helfer zollen Kindern
großen Respekt

Freundeskreis Koblenz und Neuwied

Seit über 20 Jahren bestehen die Freundeskreise Koblenz und Neuwied. Nun suchen die Aktiven dringend Nachwuchs. Der zweite Hilfseinsatz des Friedensdorfes in Afghanistan im Februar 1989 veranlasste freiwillige Helfer in Koblenz und Neuwied, die Arbeit der Hilfseinrichtung für kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zu unterstützen– Geburtsstunde der Freundeskreise Koblenz und Neuwied. Durch einen Artikel in der Koblenzer Rheinzeitung lernte Karin Sauerborn die ihr bis dahin unbekannte Organisation Friedensdorf kennen.

Eine weitere Initiatorin war Dr. Birgit Buchholz, Ärztin für Chirurgie und Orthopädie. Mit anderen Mitgliedern hat sie einen Ratgeber entwickelt, in dem ehrenamtlichen Helfern die Betreuung der kleinen Patienten aus ärztlicher Sicht erläutert wird.

Karin Sauerborn trug durch den Verkauf selbst gebastelter Wichtel über 60.000 Euro zusammen. Basare, Benefizveranstaltungen und Info-Abende wurden ebenfalls durchgeführt.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Betreuung der Kinder, die in Krankenhäusern medizinisch versorgt werden. Ursula Kilzer, mit über 80 Jahren gemeinsam mit ihrem Bruder Rolf von Sanden und Hilde Sutor das Herz des Koblenzer Freundeskreis:

„Es ist wunderbar, wenn Sie mit den Kindern in den Wald gehen, sobald sie nach der Operation raus dürfen. Da gibt es große staunende Augen. Und was für uns selbstverständlich ist, kennen sie oft nicht."

Gern sähe Ursula Kilzer, wenn jüngere Leute ihr Engagement für die kleinen Patienten weiterführten:

„Es gibt einem so viel zurück, wenn man diese Kinder betreut.“

Die Helfer versorgen die Mädchen und Jungen aus den Kriegs- und Krisengebieten mit Kleidung und Toilettenartikeln. Doch wichtiger noch ist – sie stehen als Bezugsperson zur Verfügung, trösten die Kinder, lachen und spielen mit ihnen. All das ist mit hoher Verantwortung verbunden und kostet Zeit. Zeit, die die Helfer aus Koblenz und Neuwied gern aufbringen.

Karin Sauerborn bestätigt:

„Großen Respekt habe ich, wenn ich sehe, wie die Kinder ihr Schicksal ertragen und wie schnell sie sich durch die entsprechende medizinische Behandlung und Ernährung erholen. Ein Kind fragte mich, ob ich schon mal Hunger gehabt hätte? Diese Frage werde ich nie vergessen.“

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