Freundeskreis Köln

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„Es können nie genug
freiwillige Helfer sein“

Freundeskreis Köln

In der Domstadt Köln engagieren sich ehrenamtliche Helfer seit Ende 1996 für das Friedensdorf. Heide Harhammer rief den Freundeskreis Köln ins Leben – mit damals drei Mitstreitern. Sie organisiert ihn noch heute. Seither hat der Freundeskreis etwa 110 Kinder rund um die Domstadt betreut.

Die Mitglieder treffen sich einmal im Monat, um die Betreuung von kleinen Patienten aus Kriegs- und Krisengebieten zu organisieren. Sie versorgen die Kinder, die in Krankenhäusern im Raum Köln medizinisch versorgt werden, mit notwendigen Utensilien – von der Kleidung bis zur Zahnbürste. Außerdem organisieren sie Aktionen zugunsten der Hilfseinrichtung, beteiligen sich an der jährlichen Bürgerpaket-Aktion des Friedensdorfes für Not leidende Menschen in Georgien, Armenien, Nagorny-Karabach und Tadschikistan - und sammeln Sachspenden.

Gern würde auch Heide Harhammer neue Mitglieder in den Kreis der ehrenamtlichen Helfer aufnehmen: „Es können nie genug sein.“ Neben der Domstadt sind es auch Kliniken in Bensberg, Bergisch-Gladbach oder Wesseling, die Friedensdorf-Kinder aufnehmen. Für die Kinder ist eine Bezugsperson in der Fremde von entscheidender Bedeutung – auch für ihre Genesung.

Heide Harhammer erinnert sich gern an die vielen Momente mit Kindern, die sie im Laufe der Jahre betreut hat und noch betreut:

„Da ist Elisa, die schon zum dritten Mal in Deutschland ist. Beim ersten Mal war sie erst eineinhalb Jahre alt und lag auf einer Erwachsenenstation im Krankenhaus. Ich weiß noch, dass die Schwestern sie immer bremsten, wenn sie mit einem Bobbycar durch die Gänge sauste."

Heute weiß sie genau, was nötig ist:

„Wenn ein Kind im Krankenhaus ankommt, gehen wir gleich mit einer Reisetasche mit Kleidung und Spielzeug hin. Die Kleinen haben ja nichts, wenn sie kommen."

Kraft für ihren ehrenamtlichen Einsatz schöpfen die Kölner Helfer aus den Erfahrungen, die sie bei den Begegnungen mit den kranken und verletzten Kindern sammeln – aus dem glücklichen Lächeln der Kleinen, wenn sie gesund zu ihren Familien zurückkehren können. Für Heide Harhammer ist die ehrenamtliche Arbeit ein Bedürfnis:

„Uns in Deutschland geht es gut, wir leben schon lange in Frieden. Da möchte ich den Schwächsten, den Kindern, die in Krieg und Elend leben, etwas abgeben. Und so kann ich das Friedensdorf unterstützen.“

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