Freundeskreis Ulm

with Keine Kommentare

„Man bekommt von den Kindern
alles zurück, was man investiert“

Freundeskreis Ulm

Die Universitätsklinik Ulm unterstützt das Friedensdorf regelmäßig durch die Bereitstellung eines Krankenhaus-Freibettes für ein krankes oder verletztes Kind. Um ihnen beizustehen, hat sich in Ulm ein Freundeskreis gegründet, in dem sich ehrenamtliche Helfer zusammenfinden, um gemeinsam die Hilfe für die Kinder zu organisieren und Erfahrungen auszutauschen. Gegründet wurde dieser Freundeskreis 1991.

Die ehrenamtlichen Helfer haben in all den Jahren alle Höhen und Tiefen erlebt, die sich bei der Betreuung so schwer verletzter oder kranker Kinder ergeben. Die Mitgliederzahl sank  schließlich auf nur noch zwei Aktive, die dem Friedensdorf die Treue hielten.

Vor einigen Jahren gab es einen Neuanfang. Die heutigen engagierten Mitglieder in Ulm haben ihre Wurzeln nicht nur in Deutschland; sie stammen aus mehreren Ländern. Helge Herbert organisiert diesen Freundeskreis:

„Ich habe bei der Vesperkirche mitgemacht, die Obdachlosen eine Mahlzeit bereitet. Dabei hat mich jemand vom Friedensdorf-Freundeskreis angesprochen, ob ich nicht bei ihnen mitmachen wolle. Ich sagte, ich kann ja mal bei einem Kind mitmachen."

Er blieb dabei.

Die Ulmer Helfer versorgen die schwer kranken oder verletzten Kinder mit allem Notwendigen. Mit Kleidung, Spielzeug, vor allem aber mit Zeit. Herbert: „Diese Betreuung ist zeitaufwändig, aber man bekommt von den Kindern alles zurück, was man investiert."

Nach jedem Besuch bei einem der Kinder im Krankenhaus habe er das Gefühl, seine Zeit richtig genutzt zu haben, sagt ein weiterer Freundeskreis-Helfer. Auch die Helfer lernen am Ende von den kleinen Patienten eine Menge. Wichtig ist ihnen auch, dass sie mit ihrer Arbeit ein wenig beitragen können zu einer friedlicheren Welt.

Die Freundeskreis-Mitglieder in Ulm führen zudem Flohmärkte und Info-Stände durch, sammeln Medikamente und Kleidung und treten mächtig in die Pedale, so dass mit jedem Kilometer Sponsoren-Geld auf das Friedensdorf-Konto fließt. Doch eines ist auch beim Ulmer Freundeskreis Mangelware: Nachwuchs. Helge Herbert hofft auf junge, engagierte Menschen, die den Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt helfen, ihre Zeit in einer für sie unbekannten Welt gut zu überstehen und sich in der Fremde geborgen zu fühlen.

Deine Gedanken zu diesem Thema