Die Deutschen LIONS

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Die Deutschen LIONS

Eine besondere Geschichte und Partnerschaft

Die Verbindung der deutschen Lions mit dem Friedensdorf zu beschreiben und zu erklären ist nicht ganz unkompliziert.

Die Geschichte liest sich so, als hätte sie jemand mit viel Fantasie erfunden. Zur Jahrtausendwende wollten japanische Lions Clubs im Friedensdorf eine namhafte Spende überreichen, weil sie in Japan – Dank der Unterstützung der japanischen Schauspielerin und Moderatorin Chizuru Azuma - von der Spendenbedürftigkeit des Friedensdorfes gehört hatten.

Lions International ist die größte Serviceorganisation weltweit, die Clubs in allen Ländern der Welt sind gut vernetzt. Bevor die japanischen Lions ins Friedensdorf kamen, um ihre Spende zu übergeben, fragten sie die deutschen Lions nach dem Leumund der ihnen unbekannten deutschen Kinderhilfsorganisation. Über diese Anfrage und die kurz darauf organisierte Spendenübergabe lernten die deutschen Lions das Friedensdorf näher kennen und erfuhren von seinen Nöten. 

Damals standen die deutschen Lions vor ihrem 50-jährigen Jubiläum. Die Idee wurde geboren, den 50. Jahrestag zum Anlass zu nehmen, in ganz Deutschland Geld für das Friedensdorfes zu sammeln, damit die maroden Gebäude von 1967 abgerissen und neue Häuser gebaut werden konnten. Dabei kamen rund 2 Millionen Euro zusammen. Das war der Beginn der großen Revitalisierung der Friedensdorf Heimeinrichtung in Oberhausen. Die Lions kamen aber nicht nur und gingen wieder, sondern sie blieben. Heute betrachten sie das Friedensdorfes als ihr „deutsches Vorzeigeprojekt“.

Dieter Bergener, ehemaliger Distrikt Governor im Lionsjahr 2001/2002 (Foto unten) schildert  den Beginn der Partnerschaft mit Friedensdorf International:

„Wir können es wohl nicht verhindern, dass diese Schöpfung eine Welt ist, in der Kinder gemartert werden, aber wir könnten die Zahl der gemarterten Kinder verringern...“

Der französische Schriftsteller Albert Camus leitete seinen so formulierten Aufruf bereits aus den Folgen der Weltkriege ab und sah darin wenigstens für jene noch eine Chance, die einzig die Zukunft unseres Planeten ausmachen: Unsere Kinder. Und heute? Immer wieder Kriege, Krisen, Bomben und Terror, ein Ende nicht erkennbar. Wie wichtig und wie erhaltenswert ist da ein Friedensdorf als hoffnungsvolle Chance für gemarterte Kinder.

So dachten auch die Deutschen Lions im Jahr 2001, als gut 30 Jahre nach seiner Gründung das  in Schnellbauweise errichtete Dorf marode und existenziell bedroht war. Angesichts der damals erkennbaren Fortsetzung der Greuel in Krisen und Kriegen musste nach ihrer Überzeugung diese „Insel der Hoffnung“ für die geschundenen kleinen Geschöpfe dieser Welt unbedingt erhalten bleiben! 

Die Lions machten daraufhin eine Revitalisierung des Friedensdorfes zu ihrem Nationalen Projekt. Mit rund zwei Millionen Euro Spenden aller Lions Clubs in Deutschland konnte in den Folgejahren der Neubau von vier Wohnblocks finanziert und damit der Grundstein für ein neues Dorf und neue Hoffnung gelegt werden. Seitdem besteht eine enge Bindung der Deutschen Lions zum Friedensdorf, was in zahlreichen Benefizaktivitäten vieler Lions Clubs zur Unterstützung des Dorfes zum Ausdruck kommt. 

Aus Anlass des 50jährigen Bestehens des Friedensdorfes in 2017 wünschen die Deutschen Lions dem Dorf weiterhin alles Gute und bleiben im Bemühen um das Wohl der Kinder mit ihm vereint.

Eine Antwort

  1. simone
    | Antworten

    wir haben ein maedel im kh kennengelernt- danke das es euch und alle die helfen gibt… macht bitte weiter

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