Blog zum 75. Afghanistan- Kombi- Hilfseinsatz

Kabul, 31.01.2017

Hallo aus Kabul,

wir möchten uns in unserem heutigen Blog einmal den so wichtigen Begleitpersonen der Kinder widmen – den Eltern, Onkeln und Tanten, Großeltern und Geschwistern.

Immer wieder beeindrucken sie uns. Sie nehmen unglaubliche Mühen auf sich auf, um Hilfe für ihre Kinder zu bekommen. Sie machen sich auf den teils langen Weg nach Kabul, warten stundenlang und kommen - wenn nötig - immer wieder, um Röntgenbilder zu bringen oder Unterschriften zu leisten.

Auch finden wir es immer wieder toll zu beobachten, wie liebevoll die Erwachsenen mit den Kindern umgehen. So wickeln sie vorsichtig und fürsorglich die Verbände von den Wunden ab. Oder wir sehen wie vertraute Blicke zwischen Eltern und Kind gewechselt werden. Oder Brüder über Scherze lachen, die unsere afghanischen Partner machen. So wird die doch ernsthafte Situation, dass die Kinder sich aufgrund von Krankheit bei uns „Fremden“ vorstellen müssen, etwas leichter.

Auch die Versorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln - die hier in Afghanistan den Umständen entsprechend gut ist - zeigt, wie sehr sich die Angehörigen für ihre Kinder einsetzen. Immer wieder werden uns Kinder vorgestellt, die bereits an Gehhilfen laufen oder eine Schiene oder gar Prothese haben.

Die Begegnungen mit Familienangehörigen sind in all unseren Partnerländern ähnlich – Eltern versuchen in Krisengebieten trotz der widrigen Umstände das Beste für ihre Kinder zu organisieren. Was jedoch an medizinischer Hilfe und orthopädischer Versorgung möglich ist zu erhalten, ist in den einzelnen Einsatzländern leider sehr verschieden. Und dennoch haben die Familien egal wo auf der Welt eines gemeinsam, wenn sie zu unseren Partnerorganisation kommen: Die Gesundheit ihrer Kinder liegt ihnen am Herzen.

Viele Grüße vom Einsatzteam

 

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