Abschied heisst nicht traurig

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Zurück in die Heimat

Friedensdorf Kinder feiern Abschied

In diesen Tagen warten zahlreiche Großfamilien voller Aufregung und Vorfreude auf die Rückkehr ihrer in Deutschland über Monate hinweg behandelte Kinder. Die Jungen und Mädchen aus Afghanistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kirgistan und Armenien haben gestern mit ihren Freunden aus Angola und Gambia eine große Abschiedsparty im Friedensdorf gefeiert.

Vor 6 Monaten und zum Teil länger sind die kranken und verletzten Kinder nach Deutschland gekommen, da eine medizinische Versorgung in ihrer Heimat unmöglich war. Bundesweite Krankenhäuser haben die Behandlung kostenlos zur Verfügung gestellt und zahlreiche ehrenamtliche Betreuer haben die Friedensdorf-Schützlinge teils monatelang liebevoll versorgt. Nun heißt es für diese Kinder-Gruppe Abschied nehmen.

Bei der Abschiedsparty im Oberhausener Friedensdorf wurde aber allen Anwesenden sehr schnell klar: Abschied nehmen im Friedensdorf hat nichts mit Traurigkeit zu tun. Denn die Kinder haben ihr Ziel erreicht. Sie fliegen endlich genesen zurück zu ihrer sehnsüchtig wartenden Großfamilie, wo sie ihre zweite Chance auf ein besseres und gesünderes Leben nutzen werden. Und das ist Grund genug kräftig zu feiern! Eigens für ihre Freunde haben  zwei Jungen und Mädchen je ein Lied aus ihren Heimatländern einstudiert und acapella vorgetragen. Dieser Mut wurde jeweils mit tosendem Applaus belohnt. Von Klein bis Groß wurde fast zwei Stunden gesungen, getanzt, gelacht und auch die Mitarbeiter sowie Praktikanten des Friedensdorfes ließen es sich nicht nehmen, ein eigenes Theaterstück vorzutragen. Besonders berührend war, dass alle Kinder begeistert das Lied:“ Wir wünschen allen Menschen Frieden“ gesungen haben. Abgerundet wurde die Feier mit einem gemeinsamen Festessen.

Für die behandelten Kinder geht es Ende nächster Woche zurück in ihre Heimat, die sie monatelang schmerzlich vermisst haben. Und sie "machen Platz" für neue kranke und verletzte Kinder, die ebenfalls in der kommenden Woche die aufregende Reise antreten werden und die gleiche Chance auf eine dringend notwendige Behandlung in Deutschland benötigen.

Eine Antwort

  1. Almira Schwarzer
    | Antworten

    Wenn alle Abschiedenheiten nur ein Aufwiedersehen sind, dann bleibt es immer noch die Hoffnung auf ein Wiedersehen!😥😄

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