Hilfe für Kinder aus Afrika

Schwer kranke und verletzte Kinder aus Angola und Gambia im Friedensdorf

Kurz nach Abschluss des 61. Angola Einsatzes in der vergangenen Woche, haben fast zeitgleich kranke und verletzte Kinder aus Gambia die Chance auf eine dringend notwendige medizinische Hilfe in Deutschland erhalten.

Die Aufnahme neuer kranker Kinder bedingt immer auch die Rückkehr der bereits genesenen Kinder und damit eine unbändige Freude auf Seiten der Heimkehrer und ihrer Großfamilien - sowohl in Angola als auch in Gambia. 

Gambia und Angola haben neben dem Bedarf an humanitärer Hilfe noch eine weitere Gemeinsamkeit: Präsidentenneuwahlen. Während im südwestafrikanischen Angola im August 2017 gewählt wird, geriet Gambia in den vergangenen Monaten durch den letztendlich friedlichen Machtwechsel in die internationalen Schlagzeilen. „Gambia ist klein, bettelarm und hat sich selbst aus der Diktatur befreit,“ so beschrieb die Süddeutsche Zeitung Ende Februar die Lage. Nach 22 Jahren blutiger Diktatur des abgesetzten Präsidenten Yahya Jammeh, regiert nun sein Nachfolger Adama Barrow das Land mit nur knapp 2 Mio. Einwohnern. Das erste Mal in der postkolonialen Geschichte des afrikanischen Kontinents ist es ausschließlich afrikanische Regierungen gelungen, einen Diktator zum Rücktritt zu zwingen.

Der Friedensdorf-Partner berichtete während seines Besuches in der Oberhausener Heimeinrichtung beeindruckend von den Entwicklungen in den westafrikanischen Land: es wird in den Ausbau der Stromnetze investiert, die Grundnahrungsmittelpreise sinken wegen niedrigerer  Steuern, die zahlreichen checkpoints werden geschlossen und es gibt Pläne, den Gesundheitssektor auszubauen. Vor allem aber trauen sich die Menschen nach 22 Jahren brutaler Diktatur nun endlich öffentlich ihre Meinung zu sagen. Die Grausamkeiten des alten Regimes kommen erst nach und nach ans Tageslicht und übertreffen die Befürchtungen vieler.  Gleichzeitig zieht eine Welle von Hoffnung und Optimismus durch das Land. So fasst der gambische Friedensdorf-Partner zusammen „the Gambia will be a better place in the very near future“.

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