Laufen für die Kinder

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Nach dem Lauf Spaß auf dem Roller

Blau-weiße Friedensdorf-Pavillons, mehrere Dutzend Läuferinnen und Läufer - und rund 50 Vespa-Fahrer mit ihren Rollern aus alten und jüngeren Zeiten. Vor allem aber Kinder, die rhythmisch und klangvoll im Takt ihres Schrittes  „Frieden…“, „Frieden…“, „Frieden…“ als Wunsch beim Lauf formulieren. Was Frieden und der in ihrem „Dorf“ veranstaltete Friedenslauf für sie bedeutet, könnten die Friedensdorf-Bewohner/innen mehr als jede(r) andere hier berichten. Aber jetzt ist eher Zeit für ihren kurzen Lauf, später fürs Vespa-Roller-Fahren mit den Liebhabern dieser legendären Fahrzeuge. Sie kommen als Gäste aus Orten von Dortmund bis Krefeld nach Oberhausen.

 

Während des Fünf-Kilometer-Sponsoren-Laufs, der direkt nach dem Lauf der Kinder startet, geht es kaum um schnelle Zeiten, sondern um Spaß und um Unterstützung für die Kinder. Sie werden in Kliniken deutschlandweit behandelt und wohnen dann im Friedensdorf. Die Kinder, die trotz ihrer Verletzungen und mancher Handicaps beim Laufen ihre Kurzstrecke gut bewältigt haben, freuen sich dann auf die geplanten Rollerfahrten.

Mit erwartungsfroh angespanntem, aber bald stolz lächelnden Gesichtern klammern sich Kleine wie Größere kurz vor dem Start an ihre Chauffeurinnen und Chauffeure.  Bald nach ihrer Rückkehr sehen die erwachsenen Läufer/-innen strahlende Kindergesichter und wehende Haare bei vorbeihuschenden Fahrern und Beifahrern. In der Schlange am Rondell stellen sich viele Kinder bald ein zweites und drittes Mal wieder für eine Dorfrunde auf den Zweirädern an.

Die Frauen und Männer von den Vespa-„Pottrollern“ überraschen zum Abschluss  auch noch mit einer Versteigerung. Während Fußballshirts, kleine Modellbau-Vespas oder Karten für das Bottroper Alpin-Center neue Besitzer finden, steigt der Erlös des Tages zugunsten der Friedensdorf-Kinder an.

Parallel zum Friedenslauf waren die Vespa-Touren für die Kinder ein „Ereignis, das passt“, sind sich die Veranstalter einig. Die jungen Dorfbewohner haben ein Highlight erlebt. Eine ebenso positive Bilanz zieht Katja, eine der Zehn-Kilometer-Läuferinnen, abends um sieben. Die Läuferin - Ende 40 - ist mit ihrem Border-Collie-Hund Mayo erst kurzfristig durch Werbe-Charts auf den Lauf im  Friedensdorf aufmerksam geworden. Zwei Wochen nach ihrem Umzug vom linken Niederrhein nach Schmachtendorf lernte sie ihre neue Umgebung beim Sport und dem Tag für die Kinder kennen. „Wir sehen uns nächsten Samstag beim Dorffest“, sagt sie zum Abschied. Und ergänzt: „Es ist gut, dass Kinder aus aller Welt in meiner neuen Nachbarschaft leben und gesund werden können.“

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