Weltkindertag

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Für Gesundheit und Menschenwürde

An die Präambel der UN-Charta über die Würde aller Menschen und den von 145 Staaten begangenen Weltkindertag hat Thomas Jacobs, Leiter von Friedensdorf International in Oberhausen, erinnert. Im Vorfeld des in Deutschland am 20. September begangenen Gedenktages richtet er seinen Blick besonders auf die Kinder, die „unschuldig unter durch Unverstand vieler Menschen verursachten Kriegen zu leiden haben.“ Vor allem für sie fordert er eine Initiative engagierter Bürgerinnen für Kinder-Würde und Menschlichkeit. Seit genau 50 Jahren bemüht sich das Friedensdorf mit Partnern weltweit um Gesundheit und die Lebenschancen der Kinder, die in ihrer Heimat nicht behandelt werden können. Friedensdorf selbst präsentiert diese Arbeit im September 2017 bei Großveranstaltungen zum Weltkindertag – unter anderem in Düsseldorf, Köln und Oberhausen.

Besonders betroffen macht viele Friedensdorf-Aktiven derzeit die Situation der Menschen und Kinder im Kriegsland Afghanistan. Dort gibt es keine Ausreisevisa für  dringend behandlungsbedürftige Kinder: Denn die deutsche Botschaft ist nach einem LKW-Anschlag auf das Kabuler Diplomatenviertel mit 1500 Kilo Sprengstoff beschädigt. Jacobs resümiert: „Andauernde Gewalt verursacht leider nicht nur langwieriges Leid, sondern verhindert zugleich Hilfe.“ In Verhandlungen zur Visafrage mit Berliner Diplomaten und Konsulats-Angestellten bemüht sich das Friedensdorf intensiv darum, dass Anfang 2018 wieder einer von zwei jährlichen Hilfsflügen nach Zentralasien und Afghanistan starten und auch afghanische Kinder nach Oberhausen holen kann. Nach derzeitigem Stand, bewertet die Kinderhilfsorganisation die Möglichkeit der Aufnahme afghanischer verletzter und erkrankter Kinder skeptisch.

Im Sinn der geforderten Bürger-Initiative für Kinder-Würde leisten bereits heute viele Menschen mit dem Friedensdorf wichtige Arbeit für neue Lebenschancen von Kindern. Zudem informiert das Friedensdorf Bildungswerk bei jährlich 100 Veranstaltungen mit Schülergruppen, Senioren, Konfirmanden und Firmbewerbern über den Alltag von Menschen aus Usbekistan bis Angola. Teilnehmer begegnen dabei „im Dorf“ natürlich auch den Friedensdorf-Kindern, Begegnungen überwinden auch Vorurteile.

Jacobs fordert deshalb eine weltweite Sicht auf die Probleme dieser Erde. „Frieden und Kinderrechte haben nur eine Chance, wenn wir über den Alltag von Menschen weltweit informiert und bewegt werden. Wir dürfen über die ungerechte Verteilung ihrer Lebenschancen nicht hinwegsehen.

 

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