Friedensdorf holt über 60 Kinder aus Angola

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Charterflug landete in Düsseldorf

Über 60 angolanische Kinder sind mit Begleitern von Friedensdorf International via Charter aus Luanda am Düsseldorfer Flughafen gelandet. Sie erhalten jetzt medizinische Hilfe in Deutschland. Friedensdorf Mitarbeiter und Rotkreuz-Rettungssanitäter trugen viele  schwerverletzte oder kranke Kinder – im kalten deutschen November in Decken gehüllt –vom Flugzeug direkt in die wartenden Kranken- und Rettungswagen oder den STOAG-Bus. Die medizinische Behandlung erfolgt in Kliniken bundesweit, vom hessischen Hanau über das Ruhrgebiet bis nach Ostdeutschland.

Nach der Ankunft schildern haupt- und ehrenamtliche Friedensdorfhelfer in Oberhausen ihre Eindrücke von den Kindern und der Situation der Menschen in Angola. Nach wie vor ist die Schere zwischen arm und reich extrem. Auch im Gesundheitssystem ist weiterhin keine Verbesserung zu erkennen. Erschüttert berichtet das Team: „Vor den Krankenhäusern mussten wir mit ansehen, wie sorgende Mütter seit Monaten auf  Pappkartons campieren, um ihre Kinder zu versorgen.“  Zudem herrscht in Angola ein erheblicher Fachkräftemangel. Es stehen den Kliniken kaum Pflegerinnen und Ärzte zur Verfügung. So bleibt es nach wie vor traurige Realität, dass alle drei Minuten im Land ein Kind verstirbt.

Besonders beeindruckend für das Friedensdorf-Team war die Hilfsbereitschaft ehemaliger Friedensdorf-Schützlinge rund um Aktivtäten der Friedensdorf-Partner. Sie unterstützten, indem sie die verletzten Kinder liebevoll umsorgen und ihnen Mut zusprechen. Wenn Kinder geheilt in ihre Heimat zurückkehren, setzen sie und ihre Geschichte vielleicht Nadelstiche und Impulse zur Veränderung im Land.

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