Tag der Menschenrechte

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,,Batman" und ,,Oh
Tannenbaum" auf Arabisch

„Batman gefällt mir“. Mohammed aus Kamerun ist ein Gast unter rund 150 Kindern und Jugendlichen, die meist mit ihren Eltern zum Fest des Netzwerks Interkulturelles Lernen (NIL) in Oberhausens City gekommen sind. Yvette vom FRIEDENSDORF BILDUNGSWERK, ein Partner von rund 15 im Netzwerk zusammengeschlossenen  Organisationen, schminkt den Neunjährigen im Bert-Brecht-Haus.

Rund dreihundert Gäste aus mehr als zehn Nationen feiern dort den Tag der Menschenrechte; verantwortlich für die Fest-Organisation  ist das NIL seit fast zehn Jahren. Damals hatten sich Gruppen von den kirchlichen Familienbildungsstätten und dem städtischen Integrationsrat über die Flüchtlingshilfe und das Friedensdorf bis hin zur Berufshilfe-Einrichtung „Die Kurbel“ oder

der Polizeigewerkschaft zusammengeschlossen.Ein wenig können alle 2017 stolz sein, dass das internationale Fest heute jährlich mehrere Hundert Deutsche und Migranten anzieht. Für Unterhaltung sorgen, neben einem Kinderclown und dem Deko- und Basteltisch, die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter des Friedensdorfes beim Schminken und am Waffelstand. Im Foyer unterschreiben viele auf einer großen Stoff-Hand (Foto ganz oben) für Menschenrechte weltweit. Beteiligt sind zudem der syrische Chor Ornina, das Oberhausener Stadttheater und die „Kurbel“, die internationale Spezialitäten und Rohkost am Buffet vorbereitet hat.

„Deutsche und Angehörige anderer Nationen sollen nicht aneinander vorbei leben oder lediglich miteinander arbeiten“, erklärt Nese Öczelik vom Büro für Chancengleichheit der Stadt  für das Netzwerk.  Ihre Kollegin  Denya Kurc vom kommunalen Integrationszentrum, ergänzt: „Solch ein Fest ermöglicht ,normales Leben´. Wir wollen Menschen, die zuletzt durch Flucht oder anderen Situationen Schlimmes erlebt haben, hier auch Heimat bieten.“

Dass das mit Erfolg gelingt, dafür steht auch der Ornina-Chor. Gegründet und geleitet von einem vor wenigen Jahren aus Syrien gekommenen und heute in Oberhausen praktizierenden Zahnarzt, singt die Gruppe „Oh, Tannenbaum“ auf Arabisch und Deutsch und mehr.  Viele im Chor sind Flüchtlinge des Jahres 2015, Muslime wie Christen. Alle ernten nach ihrem Auftritt  lautstarken Beifall. Während Erwachsene  noch klatschen, freuen sich die 150 Kinder schon auf den Nikolaus. 150 vom Netzwerk vorher gepackte Tüten nehmen sie ebenso mit nach Hause wie die Erinnerungen an die Begegnung mit dem Mann im roten Gewand.

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