Mit Sport den Kindern helfen

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Spitze im Einsatz für kranke
Kinder und in der Oberliga

Nach dem spielfreien Karnevals-Wochenende geht Tabellenführer GSG Duisburg in der Damenhandball-Oberliga auskuriert, entspannt und mit sozialem Engagement für die Kinderhilfsorganisation FRIEDENSDORF INTERNATIONAL in die letzte Saisonphase bis zum 6. Mai. Beim Heimspiel gegen die Bergischen Panther (18.2., 15 Uhr) wollen die von Helmut Menz trainierten Damen der Großenbaumer Sport-Germeinschaft 1919/28 an der Großenbaumer Allee den Grundstein für „einen Platz im oberen Drittel der Tabelle zum Saisonschluss legen“, erläutert Spielführerin Julia Quurck zum Auftakt von noch zehn verbleibenden Saison-Spielen.

„Wir haben  die Spielpause  genutzt, Blessuren auskuriert und bei Karnevalsfeiern und einem  Essen in Düsseldorf viel für unsere Gemeinschaft getan“, bilanziert die 26-Jährige. Sie erhofft sich viel Zustimmung der GSG-Fans für den Einsatz ihres  Oberliga-Teams zugunsten kranker und kriegsverletzter Kinder, die das Friedensdorf zur medizinischen Behandlung nach Deutsch-

land holt.

Die Handballerinnen im 16-köpfigen Kader wissen, warum siebei allen Heimspielen der Saison um einen besonders guten Besuch bitten. Quurck: ,,Unser Sponsor  zahlt 50 Cent für jede Verkaufte Karte, die wir dann dem Friedensdorf spenden." Teammana-

ger Werner Stöckmann erklärt Details. „Rüdiger Pahl bot an,  zugunsten der kleinen Patienten aus Kriegs- und Krisenländern aktiv zu werden. Weil Sport auch sozial viel erreichen  kann, haben wir nicht lange überlegt“, berichtet  er. Der Leiter der Handballabteilung und Trainer mancher Spielerinnen schon zu  ihrer Jugendzeit ergänzt:  ,,Auch außerhalb der Halle können wir viel bewegen. Wir wollen Gedanken darüber anzustoßen, dass Menschen in Afghanistan, Usbekistan oder Angola anders leben und auskommen müssen als wir in der friedlichen, gut versorgten Bundesrepublik.“

Julia Quurck hat parallel zum vielschichtigen Heimspielbetrieb bisher nur wenige Reaktionen der Spielbesucher auf die Initiative des Teams für die Kinder gehört. Nach ihrer Behandlung in deutschen Kliniken und im Friedensdorf-Reha-Zentrum kehren Kinder, sobald sie gesund sind, ausnahmslos zu ihren Eltern zurück. Auch am Spielwochenende startet ein Friedensdorf-Flieger mit rund 40 Kindern Richtung Afghanistan. Quurck: „Meine Eltern wissen das Engagement des Friedensdorfes und unserer Mannschaft für die Kinder - etwa mit  Verbrennungen und Knocheneiterungen - sowie das unserer Mannschaft für sie zu schätzen.“ Über Oberhausen, Duisburg und das Ruhrgebiet hinaus sind es viele Menschen, die im Ehrenamt in der  vorübergehenden Heimat der kleinen Patienten  helfen; außerdem unterstützen sie Friedensdorf als Spender oder bei vielen Vollzeit-Praktika im ,Dorf´.

Für Julia Quurck ist in dieser Saison (Fotos: W. Stöckmann) auch nach zwölf Siegen und nur zwei Niederlagen der Verbleib ganz oben in der Tabelle keine Selbstverständlichkeit. „Platz eins haben wir vor der Karnevals-Spielpause hart erkämpft. Viele gewonnene Spiele waren aber eine ganz knappe Kiste“, lacht die 26-jährige. Es gelte nun, bis zum letzten Saisonspiel am 6. Mai gegen Lobberich einen Platz weit oben engagiert zu verteidigen. Gegen die Nettetaler Mannschaft nahe der niederländischen Grenze werden auch Kinder aus dem Friedensdorf und Begleiter mit auf der Tribüne sitzen. Unabhängig vom weiteren Saisonverlauf – und sicher auch mit Beifall –  wollen sie dann ein erfolgreiches Saisonfinale miterleben.

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