Hilfe für afghanische Kinder geht weiter

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Friedensdorf-Charter aus Asien bringt
Kinder aus fünf Nationen nach Deutschland

Anspannung und letztlich Erleichterung nach der Ankunft von  127 kranken und schwer verletzten Kindern auf dem Düsseldorfer Flughafen am Mittwochabend. Mit dem Charterflug aus Tadschikistan - über Afghanistan, Usbekistan und Georgien - landeten erstmals seit einem Jahr wieder afghanische Kinder mit einem Friedensdorf-Hilfsflug in Deutschland. Nach der Landung der

Kinder aus insgesamt fünf verschiedenen Nationen kamen mehr als die Hälfte der kleinen Patientinnen und Patienten mit Bussen der Oberhausener Verkehrsbetriebe STOAG direkt ins Friedensdorf, die verbleibenden Kinder wurden mit über 30 Krankentransportfahrzeugen des Deutschen und Bayerischen Roten Kreuzes in Kliniken gefahren. Mit den Kindern und dem Einsatzteam landete auch Friedensdorf-Leiter Thomas Jacobs in Düsseldorf.

In einer ersten Stellungnahme zeigte er sich erleichtert, dass einer der größten Hilfsflüge des Friedendorfes, der enorme logistische Herausforderungen mit sich brachte, die Kinder sicher über alle Grenzen bringen konnte und eine geordnete medizinische Versorgung in Deutschland möglich werden kann. Für afghanische Kinder war das seit genau einem Jahr trotz schlimmer medizinischer Diagnosen nicht möglich; sie erhielten nach der Beschädigung und Schließung der Kabuler Deutschen Botschaft im Mai in Afghanistan keine Visa mehr. Nach monatelangen Gesprächen und Verhandlungen fand das Friedensdorf mit dem Auswärtigen Amt dafür und für den jetzt abgeschlossenen Hilfsflug eine Lösung.

Als hocheffektiv im Dienst der kleinen Patienten wertete Jacobs die hervorragende Zusammenarbeit von Friedensdorf-Partnern in den Ländern entlang der Linie des Charterflugs. Rund um die Bemühungen des Friedensdorfs habe es auch an Unterstützung seiner langjährigen Partner bis zum Empfang der Ausreisevisa für afghanische Kinder nie gefehlt. Besorgt wies Jacobs zugleich auf die deutlich schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen in der Einzelfallhilfe hin. Zur politischen Situation in Afghanistan und den Folgen für die Menschen berichtete Jacobs aus Gesprächen mit Menschen vor Ort. Das Fazit: „Die Militärpräsenz im Land kann das Leid der Menschen in Afghanistan nur verlängern.“

Eine bleibende Herausforderung in Deutschland seien die Bemühungen um eine ausreichende Zahl von Zusagen für kostenfreie Krankenhausbehandlungen. Finanziert wurde der Charterflug aus Asien durch  die „Sternstunden“,  der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks. Besonders dankbar ist FRIEDENSDORF INTERNATIONAL außerdem für die Unterstützung des Düsseldorfer Flughafens und die Hilfe der Fahrer vom Roten Kreuz sowie der Oberhausener Verkehrsbetriebe STOAG.

2 Antworten

  1. Vera Oelmann
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    einfach ganz großartig, was ihr leistet !! Alles Gute für die Kinder und hoffentlich finden sich genügend Krankenhäuser, in denen sie alle geheilt werden können. Danke für alle Mühen, die ihr für die hilfsbedürftigen Kinder auf euch nehmt …

  2. Maria Sowa
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    dem kann ich mich nur anschließen.

    Maria Sowa

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