Hunderte Torten für eine soziale Welt

Wappen von Vereinen und Gruppierungen zeigen. Der Ort bewegt etwas. Beim Krippencafé sogar sehr viel für soziales Wirken stadt- wie auch weltweit.

Gemeinsam anpacken für soziale Verantwortung in Bottrop und weltweit. Das war im Dezember und Januar das Ziel von vielen Ehrenamtlichen im Pfarrheim von St. Johannes, Kirchhellen. Mit dem täglichen Verkauf von jeweils 30 bis 70 Torten über zwei Wochen lang erzielte das Krippencafé der vielen Aktiven 15.000 Euro Erlös. Jetzt im März ging es um eine Auswertung der Tage im Café. „Die Gesamtzahl der Torten haben wir nie gezählt“, berichtete Hermine Dohmen für die Veranstalter. Es könnten 800 bis 1000 verkaufte Kuchen sein. Finanzielle Unterstützung für ihre Arbeit erhielten anschließend zehn sozial aktive Gruppen; die größten Anteile waren mit 2000 Euro für Friedensdorf International und für die dringend nötige Anschaffung einer neuen Küche (7500 Euro) im Gemeindeheim vorgesehen.

Von Anspannung, lohnendem Einsatz und Beobachtungen am Rande des seit 1997 zur Tradition gewordenen Cafés berichteten die Gruppen, die jeweils an einem Tag den Betrieb von „Kuchenakquise“ und Anlieferung über Kaffeeausschank bis zum Empfang von Gästen in vorangemeldeten Busgruppen managten.

„Von 60 Torten sind an unserem Tag nach Neujahr wirklich nur drei übriggeblieben“, berichtete die im Kirchhellener Café aktive Frauengemeinschaft aus dem benachbarten Grafenwald. Eine andere Gruppe erzählte von einem jungen Mann, „der täglich kam und den wir nach Abschluss des Cafés nur mit einer Sonder-Zusage zur guten Bewirtung im Winter 2018 über die lange Wartezeit hinwegtrösten konnten. All das machte auch viel Spaß.“ Kolping Kirchhellen freute sich über neue Helfer in 2017 und 2018. „Nur mit dieser ,belebenden Unterstützung von außen´ ist solch ein Projekt Jahr für Jahr für uns zu stemmen.“ Dass Kirchhellen in Sachen Kirchencafé zusammenhält, zeigte der Mix aus Gruppen aus dem ganzen Ort sowie aus St. Johannes. „Von der Schola des Gemeindechores über den  Männerchor bis zu den Landfrauen ziehen hier alle an einem Strick“, betonte Hermine Dohmen als Hauptverantwortliche. „Zu Kirchhellen gehört solch ein Erlebnis einfach dazu.“

Der Vertreter des Friedensdorfes dankte nicht nur für die großzügige Spende; er freute sich darüber, wie der Gesamterlös zusammenkam. „Sie leben hier ,Offene Kirche´ und Gemeinde, die in die Stadt  und  an Brennpunkte in aller Welt ausstrahlt.“ Friedensdorf ist froh, mit dem Geld aus Kirchhellen viel zum Aufenthalt und zur medizinischen Gesundung von Kindern beitragen zu können. Wenn die kleinen Patienten geheilt sind,  kann das Friedensdorf sein vertraglich zugesichertes Versprechen gegenüber den Eltern einhalten; alle kehren dann  in die Heimat zurück. Aktuell ist Friedensdorf International für das Leben und die Gesundheit von über 250 Kindern in deutschen Kliniken sowie im Friedensdorf in Oberhausen verantwortlich.

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