Gutes ist irgendwann nicht mehr ,hipp´

Die Leos sammeln Kleider und erzählen vom
Leben der Friedensdorf-Schützlinge

Der geräumige PKW-Transporter ist voll mit Kleidung, nach zweieinhalb Stunden Packen und Laden an Schulen in Moers und Duisburg kommt Lisa Wunderlich damit in der Dinslakener Lager- und Sortierhalle des Friedensdorfes an. Der 26-Jährigen vom Leo-Club Niederrhein-Duisburg geht es nicht ausschließlich um die über 50 von Schülern gespendeten Säcke und Taschen mit Kleidern. Als eine von vielen Friedensdorf-Aktiven dieses eigenständigen jungen Leo-Clubs unter dem Dach der weltweit engagierten Lions will sie Menschen über die Lebens-Situation von Kindern im Friedensdorf und in aller Welt informieren. Dazu dienten in den vergangenen Monaten auch viele Kontakte und Begegnungen an der Gemeinschaftsgrundschule in Duisburg-Rahm und dem  Gymnasium Rheinkamp in Moers, die jetzt die Kleidung sammelten.

 

Die Idee zur Kleideraktion war beim Kinderschminken der Leos auf dem Dorffest des Kinderhilfsorganisation im Spätsommer 2016 entstanden. „Wir möchten das Anliegen, für die kranken Kinder zu arbeiten, in Schulen und Familien in Duisburg und an den Niederrhein tragen, sagt die Doktorandin, die sich über solches Engagement von Familien und Schulklassen freut. „Es gibt einen Markt für gebrauchte Kleidung und den Wunsch, gute Kleider für Kinder dem Friedensdorf und seinen Interläden zu spenden“ weiß Lisa Wunderlich. „Schließlich wachsen Sechs- bis Zehnjährige im Grundschulalter aus den Shirts oder Hosen raus – und am Gymnasium ist auch gute Kleidung für heranwachsende Jugendliche ,irgendwann nicht mehr hipp´“, so die junge Uni-Doktorandin.

Für die Leos rund um Moers und Duisburg, die Jugend der Lions-Clubs, sind vergleichbare Aktionen wie Kinderschminken, Kleidung sammeln, Lebensmittel zu Bedürftigen in den Tafeln spenden eigentlich schon nichts Außergewöhnliches mehr. „Es lohnt sich, auch längerfristig für solche Projekte und für das Friedensdorf aktiv zu sein“, sagt Lisa Wunderlich. Sie selbst muss allerdings 2018 auf das Kinderschminken zum Dorffest an der Rua Hiroshima verzichten. An diesem Samstag im Spätsommer wird sie nicht für die kranken Friedensdorf-Kinder am Schminkstand, sondern mit ihrem Partner am Traualtar stehen.  

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