Die ganze Region hilft mit

Lions: 30 Kleidertransporte
in nur sechs Jahren

Sechs Jahre ist sie „ erst“ alt: die in Würselen angestoßene Kleider- und Hilfsgütersammlung für das Friedensdorf. Doch das, was Wilhelm Schevardo in seinem Haus an der Kastanienstraße in der 38.000 Einwohner-Stadt  unweit von  Aachen initiiert hat, ist schon lange nicht mehr das Projekt einer Familie oder nur eines aktiven Lions-Club. Nach mittlerweile 29 Touren mit Kleidern und Hilfsgütern zum Friedensdorf sind es Lions-Clubs bis Monschau in der Eifel, dazu  Bürger einer ganzen Region. Auch regelmäßig 20 Helfer fürs Beladen der Transporter (Bild ganz unten) wollen so für die Gesundheit von Kindern und Menschen weltweit aktiv sein.

Jetzt kam Wilhelm  Schevardo (im Bild li.), Familienrichter im Ruhestand, mit Fahrer Murat Dogan und einem gut gefüllten Transporter in der Dinslakener Friedensdorf Lager- und Sortierhalle  an. „Zu Hause mussten meine Garage und der Keller frei

 werden“, erklärt er. Die aktuelle Acht-Tonnen-Lieferung sei so nur die „Vorbereitung“ für den großen 30. Transport in der letzten Aprilwoche.

Schevardo (79), den man gern zehn Jahre jünger schätzt, ist nicht nur „Manager“ der Sammlung in Würselen, sondern auch Mensch. „Gestern habe ich mich über den Anruf einer Mutter am Telefon gefreut.

Sie berichtete, jetzt sei sie nach dem Tod ihres Sohnes in der Lage, sein Spielzeug und seine Kleidung abzugeben.“ Sicher wird seine Kleidung bald ein Friedendorf-Kind tragen. Vor dem 30. Transport  und bei allen Aktionen ist auch Schevardos Partnerin Monica Hauf  die Frau, ohne die in der „Telefonzentrale“ am Würselener Kastanienweg nichts gelingen würde. Sie koordiniert die angebotenen Spen-

den jährlich im April und im Herbst. „2016“, berichten Würselener Helfer, „stauten sich die angelieferten Güter sogar bis ins Wohnzimmer von Monica Hauf und Wilhelm Schevardo.“  Das solle aber einmalig bleiben.

Zurück nach Dinslaken: Friedensdorf-Mitarbeiterin Jacqueline Hochmuth und ihre Kollegen in der Halle freuten sich beim aktuellen Transport außer über gute Kleidung  und Spielzeug  auch über ein Fahrrad, Rollatoren und mehr. Hochmuth und Schevardo sind der Aachener Jacobs-Transport-GmbH dankbar, dass das Unternehmen regelmäßig Mitarbeiter und Transporter zur Verfügung stellt.

Für Friedensdorf-Mitarbeiterin Hochmuth ist die Hilfe aus Würselen nicht nur aufgrund der Gütermenge wertvoll. „Ich spüre, dass die Spender alles  bewusst abgegeben und keineswegs nur ,entsorgt´ haben.“ Das präge den Charakter der Unterstützer, die gern für das Friedensdorf aktiv sind.

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