Zu Gast in Japan und Armenien

Thomas Jacobs: Demokratischer
Erfolg für selbstbewusste Bürger

Von einer achttägigen Projektreise in den Kaukasus und nach Japan sind jetzt  zwei  Friedensdorf-Mitarbeiter, darunter auch Thomas Jacobs, Leiter der Oberhausener Kinderhilfsorganisation, zurückgekehrt. In der armenischen Hauptstadt Jerewan besuchten beide – schon während der politischen Proteste, die zum Amtsverzicht von Regierungschef Sargsjan führten – ein von den Oberhausenern gefördertes Reha-Projekt für Kinder mit körperlicher und geistiger Behinderung.

Beeindruckt  zeigten sich die Gäste, wie effizient diese Einrichtung die Menschen mit Handicaps im kleinen Gebirgsland zwischen der Ost-Türkei und Aserbaidschan am Kaspischen Meer fördert. Insgesamt vier Mitarbeiter mit einer psychologischen und ergotherapeutischen sowie physiotherapeutischen Ausbildung betreuen die Kinder in einem in Eigenregie gestalteten Gebäude. Auch Hausbesuche sollen ihnen und ihren Familien den Lebensalltag in dem 2,9 Millionen-Einwohner-Land im Kaukasus erleichtern. Nach dem Sargsjan-Verzicht zeigte sich Friedensdorf-Leiter Thomas Jacobs erleichtert und zufrieden darüber, dass die politischen Veränderungen

weitgehend friedlich und nach demokratischen Protesten selbstbewusster Bürger erfolgten. Im Land besuchten die Friedensdorf-Mitarbeiter auch eine Fachklinik für Hämatologie und Onkologie. Erst seit einigen Jahren werden auch in dieser Fachklinik Knochenmarkstransplantationen durchgeführt, die sonst im Land nicht möglich waren. Beim Besuch kam es auch zu Gesprächen mit Ärzten und dem Personal der  Klinik (Fotolinks). „Es fehlt uns “,

berichtete der Direktor des Krankenhauses in Jerewan, „an hochwertigen Medikamenten.“

Nach drei Tagen in Armenien waren für die Gäste Besuche in Nordjapan und Tokio sowie Begegnungen mit dem Friedensdorf-Freund Dr. Yukisa Yagura (Japan) und dem Projektpartner Chau Kim Heng (Kambodscha) sowie Friedensdorf-Botschafterin  Chizuru Azuma (Foto re.) wichtig. Die Zusammenarbeit des Partners Heng (linkes Foto unten, Mitte. -  bei einem Vortrag) mit Dr.Yukihisa Yagura (li. im Bild) soll mittelfristig dazu führen, dass sich japanische Förderer auch für die Entwicklung des kambodschanischen Gesundheitssystems engagieren. In Kambodscha hat das Friedensdorf weit über 30  Gesundheitsstationen aufgebaut, die vor allem auf dem Land die medizinische Versorgung deutlich verbessern. In diesem Jahr finanziert das Friedensdorf zum Beispiel auch zwei Gebäude mit medizinischen Geräten, die Provinzkrankenhäusern angegliedert sind. 

Bei der Begegnung mit der landesweit bekannten Schauspielerin und Friedensdorf-Botschafterin  Chizuru Azuma kam es auch zu politischen Gesprächen über eine in Japan angestrebte Verfassungsänderung. Sie engagiert sich gegen das Vorhaben, das im Ergebnis japanischen Streitkräften Auslandseinsätze erlauben soll. Die Gäste vom Friedensdorf ermutigten sie in diesem Engagement und wünschten ihrer Kampagne einen entscheidenden Erfolg.

Die Friedensdorf-Gäste besuchten zudem das Cataloghouse in Tokio. Das große Versandhaus-Unternehmen informiert in seinen Katalogen zweimal jährlich auf insgesamt sechs Seiten über die Arbeit des 13.000 Kilometer entfernten Friedensdorfes.

 

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