Einmal Nordkap und zurück

„Niederrheinschrauber“ Team „erfährt“ mit VW Bus 5.000 Euro für das Friedensdorf

Dr. Peter Kaup ist Arzt in Oberhausen, Mitglied im Lions Club Voerde und hatte mit seinen Freunden Andreas und Andrè Resnik – Vater und Sohn - eine Idee. Gemeinsam meldeten sie sich als Team „Niederrheinschrauber“ bei der nördlichsten Ralley des Erdballs an. Andrè Resnik ist Automechaniker. Beste Voraussetzungen, auch tatsächlich anzukommen. Von der „Baltic Sea Circle BSC“ hatten die drei Männer eigentlich nur zufällig erfahren. Eine Tour mit alten Autos, ohne Navi und mit einer Gesamtstrecke von 7.500 Kilometern durch zehn Länder. Ohne Autobahn versteht sich. Ein Abenteuer der besonderen Art, das zum achten Mal extrem durchorganisiert war und zugleich unendliche viele Unwägbarkeiten enthielt. 250 Teams waren in diesem Jahr dabei und 500 Teilnehmer machten mit.

Am 15.6.2018 starteten sie die abenteuerliche Reise in einem 21 Jahre alten VW-Bus. Gestartet wurde in Hamburg am Sankt Pauli Strand, es ging bis zum Nordcap, einmal um die gesamte Ostsee bis zum Ziel Hamburg. Es waren 16 Tage Abenteuer mit unendlich vielen Eindrücken. Es gab freudige, faszinierende, begeisternde Momente, aber auch Phasen der Erschöpfung und des Frustes. Insbesondere eine technische Zwangspause von zwei Tagen in Schweden hatte die drei Männer zunächst zurück geworfen. Sie mussten das Feld von hinten neu aufrollen, was ihnen aber beeindruckend gelungen ist. Am 01. Juli fuhren sie durchs Hamburger Ziel.

Die „Niederrheinschrauber“ haben den Bulli in monatelanger Handarbeit im Grunde auf links gedreht. Eine Feder war gebrochen, die Scheiben waren undicht, die Klimaanlage defekt und der gesamte Innenausbau wurde erneuert. Am Ende steckten rund 280 Stunden Arbeit in dem getunten Youngster. Für die Nächte auf der Tour gab es Zelte, aber auch eine Schlafmöglichkeit im Fahrzeug.

Warum all diese Strapazen? Weil die „Baltic Sea Circle BSC“ eine Benefiz Ralley ist und die „Niederrheinschrauber“ über Sponsoren möglichst viel Geld für das Friedensdorf „erfahren“ wollten! Auf dem VW Bus klebten zahlreiche Logos von Firmen, die das Team angesprochen hatte. Für jedes aufgeklebte Firmenlogo gab es Geld. Bereits beim Start kamen so 4.000 Euro zusammen, und bei der Spendenübergabe am 31. Juli 2018 waren es sage und schreibe 5.000 Euro für das Friedensdorf!

Gerd Brückerhoff ist der aktuelle Präsident des Lions Clubs Voerde, über dessen Hilfswerk die Spendenaktion der „Niederrheinschrauber“ nicht nur abgewickelt wurde, Dr. Peter Kaups Lions Freunde haben die Tour selbstverständlich auch gesponsert. Bei der Spendenübergabe in Voerde betonte Gerd Brückerhoff, dass die Benefiz Tour der drei Freunde keine ureigene Activity von Lions war, sondern eine Leistung des „Niederrheinschrauber“ Teams, ihnen allein würde die Ehre, Anerkennung und der Dank gebühren.

 

Foto: Martin Büttner

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