64. Angola-Hilfseinsatz beendet

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Verletzte und kranke angolanische Kinder erwartet die medizinische Versorgung in Deutschland

Heute sind Friedensdorf-Mitarbeiter Kevin Dahlbruch und Nazira Kasenova vom 64. Angola-Hilfseinsatz zurückgekehrt. Mit dem Charterflug aus der Hauptstadt Luanda kamen in diesem Jahr zum zweiten Mal angolanische Kinder zur medizinischen Behandlung nach Deutschland. Zudem konnten im Rahmen des 64. Angola-Hilfseinsatzes über 50 genesene Kinder wieder zu ihren Familien zurückkehren und wurden von diesen am 14. November glücklich empfangen.

Begleitet von einem Friedensdorf-Team sowie Mitarbeitern der angolanischen Partnerorganisation Kimbo Liombembwa, landeten am frühen Morgen über 40 schwer kranke und verletzte Kinder auf dem Düsseldorfer Flughafen. Die in Decken gehüllten Kinder wurden an dem kalten Novembermorgen von Rotkreuz-Rettungssanitäter und Friedensdorf-Mitarbeitern in die wartenden Krankenwagen oder den STOAG-Bus getragen. Mit den Krankenwagen des Deutschen und Bayerischen Roten Kreuzes wurden einige Kinder direkt nach der Landung in verschiedene Kliniken gefahren. Der andere Teil der kleinen Patienten kam zur Erstaufnahme mit einem STOAG-Bus direkt ins Friedensdorf in Oberhausen. Jetzt erwartet die Kinder die dringend benötigte medizinische Versorgung in Deutschland.

Nach seiner Ankunft berichtete das Friedensdorf-Team von den fortbestehenden Problemen im angolanischen Gesundheitswesen und der mehrheitlich bitteren Armut der Bevölkerung. „Aus einer entfernten Provinz wurde uns ein Mädchen vorgestellt, dass bereits seit einem Jahr an einer Knochenentzündung leidet und bisher keine medizinische Versorgung erhalten hat. Wir hoffen, dass sich die Situation – insbesondere im Gesundheitswesen – unter dem neuen angolanischen Präsidenten verbessert“, erzählte das Einsatzteam. Zu den schönen Momenten gehörte für die Friedensdorf-Mitarbeiter das Wiedersehen mit einigen ehemaligen Schützlingen, die vor einigen Jahren in Deutschland behandelt wurden. „Es ist bewegend zu sehen, dass sie mittlerweile zu jungen Frauen und Männern herangewachsen sind, die Berufen nachgehen und Familien gegründet haben“, sind sich Kevin Dahlbruch und Nazira Kasenova einig.

Der Charterflug wurde erneut von den „Sternstunden“ des Bayrischen Rundfunks mitfinanziert. Darüber hinaus ist Friedensdorf International für die Unterstützung des Düsseldorfer Flughafens, die Hilfe der Fahrer vom Deutschen und Bayerischen Roten Kreuz und der Oberhausener Verkehrsbetriebe STOAG besonders dankbar.

One Response

  1. Maria Sowa
    | Antworten

    Im Fernsehen läuft eine Sendung “Undercover” die muß man nicht gesehen haben. Aber ich stelle mir vor, dass man Politiker, die für die Verwirklichung ihrer politischen Vorstellungen Spenden aus dem Ausland annehmen, dazu verdonnert, undercover” die Mitarbeiter des Friedensdorfes zu begleiten, wenn sie in Angola oder wo auch immer entscheiden müssen, welche Kinder sie zur medizinischen Versorgung mitnehmen können- und welches Kind sie zurücklassen müssen. Und sie müßten dann die Entscheidung den verzweifelten Eltern vermitteln. Sie müßten diese Kinder begleiten in den Krankenhäusern, sie müßten sie trösten, wenn Heimweh und Schmerz überhand nehmen. Aber sie sollten sie auch während der Genesungszeit im Friedensdorf erleben und das Glück der Eltern, diese Kinder geheilt wieder in die Arme schließen zu dürfen. Es würde sie verändern und damit auch die politische Landschaft unseres Landes. Man darf ja mal träumen!!
    Maria Sowa

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