Leitungswechsel bei Friedensdorf International

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Friedensdorf-Leiter Thomas Jacobs verabschiedet sich Ab 1. Juli übernehmen Birgit Stifter und Kevin Dahlbruch die Leitung

Bei Friedensdorf International gibt es zum 1. Juli einen Wechsel. Nach fast 40-jähriger Beschäftigung im Friedensdorf – davon 20 Jahre in Leitungsfunktion – wird Leiter Thomas Jacobs die Leitungsaufgaben in die Hände von Birgit Stifter und Kevin Dahlbruch legen. Bis zum Renteneintritt Mitte 2020 wird er als Mitarbeiter weiterhin beschäftigt bleiben. Wolfgang Mertens bleibt stellvertretender Leiter des Friedensdorfes.

Am 11. Juni wurden die beiden Nachfolger im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell als neue Doppelspitze vorgestellt. Um die Kontinuität in der Leitungspolitik bei Friedensdorf International zu gewährleisten, wurde die Satzung im Rahmen der Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr entsprechend geändert. „Ich bin den Mandatsträgern des Friedensdorfes außerordentlich dankbar, dass sie meinem Vorschlag, eine Doppelspitze zu installieren, gefolgt sind. Die zahlreichen Veränderungen der Rahmenbedingungen und die erhöhten Arbeitsanforderungen rechtfertigen eine Doppelspitze, damit Aufgaben geteilt sowie komplexe Fragestellungen in Arbeitsteilung begegnet werden können“, so Thomas Jacobs.

Insbesondere die Arbeitsbereiche in der medizinischen Einzelfallhilfe und der Projektarbeit werden geteilt und jeweils einer Leiterin bzw. einem Leiter zugeordnet. Die 49-jährige Mülheimerin Birgit Stifter ist seit 2000 bei Friedensdorf International tätig und zeichnet sich seit 2004 für die Auslandsprojekte verantwortlich. Kevin Dahlbruch, 38 Jahre alt und gebürtig aus Oberhausen, kam 2000 während seines Zivildienstes zum Friedensdorf. Seit 2007 ist er bei Friedensdorf International tätig und seit rund zehn Jahren auch stellvertretender Leiter. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Durchführung der Hilfsflüge und die Betreuung der vielen freiwilligen Helfer, die das Friedensdorf tatkräftig unterstützen.

„Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir mit Birgit Stifter und Kevin Dahlbruch auf ein erfahrenes und im Friedensdorf gewachsenes Leitungsteam setzen können, das die Komplexität und die Besonderheiten unserer Kinderhilfsorganisation kennt“, sagt Thomas Jacobs. Seit dem Tod des ehemaligen Leiters Ronald Gegenfurtner im Jahr 2009, leitete Thomas Jacobs Friedensdorf International. Von 1999 bis 2009 war er bereits als stellvertretender Leiter der Hilfsorganisation tätig. Der 64-jährige Duisburger absolvierte ursprünglich eine kaufmännische Ausbildung und schwenkte nach dem Zivildienst auf Sozialpädagogik um. 1981 kam er für sein Anerkennungsjahr ins Friedensdorf. Heute blickt er dankbar auf die Jahre seiner Mitarbeit zurück: „Ich durfte miterleben, wie schwer kranke Kinder genesen und mit vollem Lebensoptimismus wieder in ihre Heimatländer zurückkehren konnten, wo die Eltern schon sehnlichst auf sie warteten. Es war mir auch eine große Freude, die Projektarbeit des Friedensdorfes in den Ländern unserer Kinder ausweiten zu können. Aber auch die friedenspolitische Bildungsarbeit des Friedensdorf Bildungswerkes lag mir immer sehr am Herzen. Denn unsere Unabhängigkeit ermöglichte es, Entwicklungen in dieser Welt kritisch zu kommentieren. Fritz Berghaus, unser Gründungsmitglied der Aktion Friedensdorf e.V. und ehemaliger Pfarrer der evangelischen Gemeinde Schmachtendorf sagte einmal ‚Nicht nur Schlachtfelder aufräumen, sondern etwas tun gegen die Ursachen von Krieg und Gewalt‘. Bis heute haben die Verantwortlichen des Friedensdorfes diesen Auftrag aufgenommen und insbesondere im Rahmen des Friedensdorf Bildungswerkes umgesetzt.“

4 Responses

  1. Tobias
    | Antworten

    Vielen Dank an Thomas Jacobs und alles Gute an Birgit Stifter und Kevin Dahlbruch.

  2. Ronald Hörstmann
    | Antworten

    Wie es aussieht, war das Friedensdorf und wird das Friedensdorf in guten Händen bleiben. Alles Gute dem bisherigen Leiter und den zukünftigen Leiter/in.

  3. Marlis Knappe
    | Antworten

    Wir vom Freundschaftskreis Mayen wünschen dem neuen Zweierteam eine glückliche Hand. Wir freuen uns auch auf gute Zusammenarbeit und Beistand in unserer Ehrenamtsarbeit. Thomas danken wir für die vielen Jahre guter Zusammenarbeit und Freundschaft.

  4. Nurisa Dzhaparova
    | Antworten

    Lieber Thomas,
    ich bin Gott sehr dankbar,dass mein Leben jetzt mit Friedensdorf verbunden ist. Ich erinnere mich, daran als Sie und Maria nach Kirgisistan angekommen sind und beschlossen haben unseren Kindern zu helfen, hatte ich so ein Gefuhl, dass ich Flugel bekommen hatte, weil Sie mich auch unterstutzt haben. Sie haben mir eine neue Welt eroffnet, das ist Friedensdorf, ohne die ich mir mein Leben jetzt nicht vorstellen kann. Ich bin Ihnen sehr dankbar, weil Sie unseren kigrisischen Kindern geholfen haben. Außerdem fuhle ich immer Ihr warmes Verhalten mir gegenuber. Vielen Dank dafur!
    Thomas, Sie sind immer in meinem Herzen als mein erster Chef und zuverlassiger Freund. Ich wunsche Ihnen aufrichtig gute Gesundheit und Gluck in Ihrem Leben
    Mit freundlichen Grüßen,
    Nurisa Dzhaparova
    (Kirgisistan, Bischkek)

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