Gedenken an Hiroshima und Nagasaki

Gemeinsam für den Frieden einstehen

Gestern Abend um 21 Uhr bestimmten Kerzen, Gesang und bewegende Ansprachen den Friedensplatz in Oberhausen. Menschen versammelten sich zur jährlichen Gedenkveranstaltung, um an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki sowie deren Opfer zu erinnern. Organisiert wurde der Gedenktag von der Friedensinitiative Oberhausen und vom Friedensdorf Bildungswerk.

Am 6. August 1945 – also vor genau 74 Jahren – fiel eine Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima und eine weitere drei Tage später auf Nagasaki. Auch heute noch sind Atomwaffen die größte Bedrohung für die globale Sicherheit und rücken mit dem Ende des INF-Vertrages aktuell wieder in den Fokus. Die Ansprache zum Gedenken hielt in diesem Jahr Gianni Virgallita, Vertreter der Jusos Oberhausen. Er erinnerte daran, wie wichtig es ist, sich aktiv für den Frieden weltweit einzusetzen, denn dieser war schon lange nicht mehr so gefährdet wie heute. Eine Besonderheit in diesem Jahr war die facettenreiche Mischung an Ansprachen, die dazu anregten für eine atomwaffenfreie, klimagerechte und friedliche Zukunft einzustehen. Darunter war auch ein Vertreter der „Fridays for Future“-Bewegung. Für die musikalische Begleitung des Gedenkabends sorgten nicht nur Niki und Gerd Schäfer, sondern auch japanische Volontäre und Mitarbeiter des Friedensdorfes. Zudem las Maki Nakaoka, eine japanische Mitarbeiterin des Friedensdorfes, die bewegende Geschichte von Sadako und den tausend Papierkranichen vor. Sadako war eine Überlebende des Atombombenabwurfs, die aber an den Folgen starb.

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