Neubau des Rehazentrums mit operativem Eingriffsraum schreitet weiter voran

Foto: Thorsten Arendt

Friedensdorf International baut Rehazentrum mit operativem Eingriffsraum

Im Friedensdorf entsteht derzeit ein neues Rehabilitationszentrum mit einem ambulanten operativen Eingriffsraum. Ende 2020 sollen dort ambulante Eingriffe, insbesondere handchirurgische und kleinere orthopädische Operationen, durchgeführt werden. Dazu gehört beispielsweise die Entfernung von Fixateuren, Metallplatten oder -schrauben.

Friedensdorf-Mitarbeiter Thomas Jacobs und Thomas Killmann berichten im Interview über das Bauprojekt:

 

Was bedeutet der Neubau für die medizinische Einzelfallhilfe?

Wir spüren bereits die starke Veränderung der Kliniklandschaft in Deutschland. Leider gibt es immer weniger Krankenhäuser, die sich bereit erklären den Friedensdorf-Kindern eine kostenlose medizinische Behandlung zu ermöglichen. Zu den Gründen für diese Problematik in den Kliniken gehören ein erhöhter Kostendruck, Zusammenschlüsse und Spezialisierungen von Krankenhäusern, Personalmangel und verschärfte Hygienebestimmungen. Wir reagieren mit dem Bau also auf die veränderten Rahmenbedingungen der Einzelfallhilfe. Es soll eine neue Kooperation mit den Krankenhäusern ermöglicht werden, bei der die Kliniken entlastet, aber nicht ersetzt werden können.

Was ist bisher passiert?

Das Bauprojekt startete im Sommer 2018 mit der Verlagerung aus dem Altgebäude und der Erneuerung der Heizzentrale im Friedensdorf.

Verlagerung und Erneuerung der Heizzentrale

Anschließend folgte der Abriss des alten Gebäudes, in dem übrigens bereits Anfang der 70er Jahre Operationen durchgeführt wurden. Nachdem die Baugrube ausgehoben wurde, begann der Bau des Kellergeschosses sowie der zwei Etagen. Im Erdgeschoss wird sich der medizinische Eingriffsraum, die Aufwachräume und Lagermöglichkeiten für Materialien befinden. Das Reha-Zentrum wird mitsamt Physiotherapie in die erste Etage des neuen Gebäudes umziehen. Zum Jahreswechsel wurden der Rohbau und die Dachdeckerarbeiten abgeschlossen.

Von Anfang an waren Experten aus diesem Bereich in die Planungen eingebunden. Neben Ärzten, die sich bereit erklärt haben, nach Fertigstellung dort ehrenamtlich zu operieren, haben wir auch große Unterstützung durch die Stadt Oberhausen erfahren. Auch die abnehmenden Behörden wie das Hygieneinstitut oder das Gesundheitsamt haben wir frühzeitig mit ins Boot geholt. Zudem war uns wichtig, regional ansässige Unternehmen sowie Handwerker für den Neubau zu beauftragen.

Die veranschlagten Kosten für das Projekt belaufen sich auf circa 2,8 Millionen Euro. Die Sternstunden, die Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks, unterstützen uns bereits mit 500.000 Euro, weitere 500.000 Euro wurden zweckgebunden von befreundeten Lions- und Rotaryclubs sowie von Privatpersonen für den Neubau gespendet. Zudem erhielten wir von verschiedenen Unternehmen Sachspenden, die wir für das Bauprojekt benötigen.

 

Was sind die nächsten Schritte?

Mitte Februar beginnen die auch technisch sehr aufwendigen Innenarbeiten. Nachdem die Fenster eingesetzt worden sind, wird der Bau austrocknen können. Parallel suchen wir nach qualifiziertem und flexiblem Personal für den ambulanten OP-Bereich.

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