Rehazentrum mit ambulantem Eingriffsraum ist fertiggestellt

Rehazentrum mit ambulantem Eingriffsraum im Friedensdorf

Unser Neubau des Rehazentrums mit einem Eingriffsraum im Friedensdorf konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Dort sollen ambulante Eingriffe, insbesondere handchirurgische und kleinere orthopädische Operationen, durchgeführt werden. Dazu gehört beispielsweise die Entfernung von Fixateuren, Metallplatten oder -schrauben.

 

Was bedeutet der Neubau für die medizinische Einzelfallhilfe?

Wir spüren bereits die starke Veränderung der Kliniklandschaft in Deutschland. Leider gibt es immer weniger Krankenhäuser, die sich bereit erklären den Friedensdorf-Kindern eine kostenlose medizinische Behandlung zu ermöglichen. Zu den Gründen für diese Problematik in den Kliniken gehören ein erhöhter Kostendruck, Zusammenschlüsse und Spezialisierungen von Krankenhäusern, Personalmangel und verschärfte Hygienebestimmungen. Wir reagieren mit dem Bau also auf die veränderten Rahmenbedingungen der Einzelfallhilfe. Es soll eine neue Kooperation mit den Krankenhäusern ermöglicht werden, bei der die Kliniken entlastet, aber nicht ersetzt werden können.

Das Bauprojekt startete im Sommer 2018 mit der Verlagerung aus dem Altgebäude und der Erneuerung der Heizzentrale im Friedensdorf.

Verlagerung und Erneuerung der Heizzentrale

Anschließend folgte der Abriss des alten Gebäudes, in dem übrigens bereits Anfang der 70er Jahre Operationen durchgeführt wurden. Nachdem die Baugrube ausgehoben wurde, begann der Bau des Kellergeschosses sowie der zwei Etagen. Im Erdgeschoss befindet sich der medizinische Eingriffsraum, die Aufwachräume und Lagermöglichkeiten für Materialien. Das Reha-Zentrum mitsamt Physiotherapie ist in der ersten Etage des neuen Gebäudes untergebracht. Zum Jahreswechsel wurden der Rohbau und die Dachdeckerarbeiten abgeschlossen.

Von Anfang an waren Experten aus diesem Bereich in die Planungen eingebunden. Neben Ärzten, die sich bereit erklärt haben, nach Fertigstellung dort ehrenamtlich zu operieren, haben wir auch große Unterstützung durch die Stadt Oberhausen erfahren. Auch die abnehmenden Behörden wie das Hygieneinstitut oder das Gesundheitsamt haben wir frühzeitig mit ins Boot geholt. Zudem war uns wichtig, regional ansässige Unternehmen sowie Handwerker für den Neubau zu beauftragen.

Die Kosten für das Gesamtprojekt inklusive Ausstattung belaufen sich auf rund 3 Millionen Euro. Rund 1,25 Millionen Euro wurden uns erfreulicherweise bereits zweckgebunden für den Neubau gespendet. Zu den Spendern gehören unter anderem die Benefizkation des Bayeri-schen Rundfunks „Sternstunden e.V.“, gemeinnützige Organisationen, verschiedene Service-Clubs, Unternehmen aber auch Privatpersonen. Zudem erhielten wir von verschiedenen Un-ternehmen Sachspenden, die wir für das Bauprojekt und die Ausstattung des medizinischen Eingriffsraums benötigen. 

Mitte Februar 2020 begannen die auch technisch sehr aufwendigen Innenarbeiten. Nachdem die Fenster eingesetzt worden sind, konnte der Bau austrocknen. Anfang 2021 ist der Bau von außen bereits abgeschlossen. Der C-Bogen ermöglicht das Röntgen aus verschiedenen Blickwinkeln und auch die OP-Lampe und die Patientenliege sind Teil der Ausstattung dieses wichtigen Raumes.

Trotz der Coronakrise machte der Neubau gute Fortschritte und konnte fertiggestellt werden. Die schriftliche Bestätigung für die Bauabnahme erhielten wir Anfang Mai 2021. Danach konnte die Reha-Abteilung in die neuen Räume umziehen und dort ihre Arbeit aufnehmen.

In diesem Raum wachen die Kinder nach ihrer Operation auf.

Hier werden die ambulanten Eingriffe durchgeführt.

In diesem Zimmer können die Kinder auf ihre Behandlung in der Reha warten und dabei spielen.

In den Behandlungsräumen werden beispielsweise Verbände gewechselt oder Fixateure eingestellt und gereinigt.

In diesem Video führen Dr. Heinz Grunwald, Jasmin Bruntsch und die Friedensdorf-Kinder durch das neue Gebäude.

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