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Anne Below – Auerbach/Vogtland

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Berichte von Ehrenamtlern

Anne Below beim Besuch im Krankenhaus

Anne Below - Auerbach/Vogtland

Wie kamen Sie ins Friedensdorf?

Das muss im Herbst 2010 gewesen sein. lch las einen Artikel in unserer Regionalzeitung, in dem berichtet wurde, dass in unserem Krankenhaus Obergöltzsch in Rodewisch Friedensdorf-Kinder behandelt werden. Ich wollte mich schon immer sozial engagieren, aber wusste nicht so recht wie und wo. Zu dieser Zeit habe ich auch weniger Stunden gearbeitet. Deshalb überlegte ich nicht lange und informierte mich beim Pflegepersonal auf der Kinderstation, wie ich mich bei der Betreuung der Friedensdorf-Kinder einbringen könnte. Auf diese Weise konnte ich auch mein portugiesisch, das ich in den 80er Jahren bei einem Auslandseinsatz als Lehrerin in Angola gelernt hatte, wiederauffrischen und anwenden. Die Krankenhausleitung riet mir, mich direkt mit dem Friedensdorf in Verbindung zu setzen, um von dort die notwendigen Informationen über eine ehrenamtliche Tätigkeit zu erfahren. So kam es, dass ich im Jahr darauf eine Schulung im Friedensdorf besuchte.

 

Was ist Ihre Motivation für ein Ehrenamt im Friedensdorf?

Für mich als Mutter ist es besonders schwer, dass es Kindern in vielen Ländern der Welt nicht so gut geht. In Deutschland leben wir in Frieden, unsere Kinder gehen zur Schule und Kranke können zum Arzt gehen. Daher möchte ich etwas von meinen Möglichkeiten – etwas Zeit und Zuwendung – für andere aufbringen. Auch wenn man oft „viel um die Ohren" hat, tut es mir unglaublich gut, mir eine Auszeit von Arbeit und Familie zu gönnen und die Kinder im Krankenhaus zu besuchen.

 

Welche Momente haben Sie besonders berührt?

Es ist für mich immer wieder interessant zu sehen, wie schnell sich die Kinder an die neue Umgebung und die Situation im Krankenhaus gewöhnen. Gleichzeitig halten sie ihre kleinen Rituale, ihre Talismane und ihre Kleidung in Ehren – auch wenn sie in Deutschland aufgrund des Essens schnell aus der Kleidung rauswachsen. Sehr beeindruckend finde ich auch die Tapferkeit der Kinder – sie gehen mit Schmerzen anders um und sind allen sehr dankbar, dass ihnen geholfen wird. Am schönsten ist für mich die begeisternde Freude bei jedem Besuch und mitzuerleben, wie sie wieder gesund werden und sich auf ihre Rückkehr in die Heimat freuen.

 

Was wünschen Sie dem Friedensdorf für die Zukunft?

Gern würde ich miterleben, dass die Kinder in ihren Ländern die notwendige medizinische Versorgung – in der Nähe ihrer Familie – erhalten könnten. Aber so lange es noch Länder gibt, in denen das nicht möglich ist, wünsche ich mir, dass das Friedensdorf immer genug Freunde und Helfer findet, die sich dieser schönen, aber auch verantwortungsvollen Aufgabe stellen möchten. Ich danke allen, die diese Hilfe seit so vielen Jahre möglich machen. Denn es werden ja leider nicht weniger Kinder, die eine dringende medizinische Versorgung benötigen.

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