Corona und die Friedensdorf-Hilfe in Vietnam

Ein Blick nach Vietnam in Zeiten der globalen Krise

Seit 2018 unterstützt das Friedensdorf den Bau und die Ausstattung eines Englisch-Centers in der vietnamesischen Stadt Phuoc An. Im vergangenen Jahr wurde das Projekt fertiggestellt und nun erhalten dort viele Kinder Perspektiven durch Bildung. Wer in Vietnam die englische Sprache beherrscht, dem stehen viele Türen im Tourismus oder in internationalen Branchen offen. Bis vor dem chinesischen Neujahr (Ende Januar) fand dort noch regulärer Englisch-Unterricht für rund 35 Schülerinnen und Schüler statt.

Für diese Kinder sind diese Unterrichtsstunden etwas ganz Besonderes. Sie lernen nicht nur die Theorie, sondern auch in praktischen Übungen, sich auf Englisch auszudrücken. So machten die Kinder zum Beispiel an einem Mittwochabend vor der Corona-Krise alle gemeinsam Sushi, um neue Vokabeln zu lernen und das Sprechen zu üben – leider werden Unterrichtsstunden wie diese vorerst nicht stattfinden können. Aufgrund des neuartigen Coronavirus wurde der Schulbetrieb in Vietnam seit dem chinesischen Neujahr eingestellt. Anfangs waren es nur zwei Wochen, doch es wurde vorerst bis Ende März verlängert und die Situation ist dort ebenso schwer einzuschätzen wie hier in Deutschland.

 

Info:

Im Jahr 1967 begann die Friedensdorf-Hilfe für Vietnam. Nach Jahrzehnten der Hilfe ist es mittlerweile nicht mehr erforderlich, Kinder zur medizinischen Behandlung nach Deutschland zu holen. Die über 100 Basisgesundheitsstationen, die Friedensdorf International in Vietnam erbaut hat, sind mittlerweile Teil der medizinischen Infrastruktur des Landes.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.