Friedensdorf trauert um Heinrich Kemperdiek

Mitbegründer des Essener Freundeskreises nach langer Krankheit verstorben

Am 7. Mai 2020 starb unser langjähriger ehrenamtlicher Freund Heinrich Kemperdiek nach langer, schwerer Krankheit.

Bereits seit 1992 war Heinrich Kemperdiek ehrenamtlich für das Friedensdorf aktiv und betreute eine Vielzahl von Kindern in Essener Krankenhäusern. Mitte der 90er Jahre gründete er mit engagierten Essener Freiwilligen einen Friedensdorf-Freundeskreis, der sich seitdem nicht nur um die Betreuung der Kinder in den Kliniken kümmerte, sondern auch gut erhaltene Kleidung sammelte und Spendenaktionen organisierte. Auch für die Bürger-Paketaktion konnte Heinrich Kemperdiek viele Essener Schulen dazu bewegen, sich an der Aktion zu beteiligen.

2011 nahm er stellvertretend für das Engagement des Essener Freundeskreises den HanseMerkur Preis für Kinderschutz entgegen. „Für mich waren die Ereignisse im Jahr 1967 Meilensteine, die mein Leben stark beeinflussten. Vom unsagbar grausamen Vietnamkrieg gingen Bilder von verletzten, einsamen, hilflosen und verzweifelten Kindern um die Welt. Unschuldige Kinder, die ihre Eltern, ihre Familien, einfach alles, selbst ihr Lachen verloren hatten. Im gleichen Jahr wurde in Oberhausen das Friedensdorf von Menschen gegründet, die nichts anderes wollten, als solchen verzweifelten Kindern zu helfen. Für mich als Ehrenamtler ist es der schönste Lohn, wenn sich das Lachen wiedereinstellt und die Heimreise ansteht“, beschrieb Heinrich Kemperdiek seine Motivation bei der Preisverleihung.

„Wir haben nicht nur einen jahrelangen Unterstützer für die verletzten und kranken Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten verloren, sondern auch einen wahren Freund. Unseren Heinz werden wir sehr vermissen“, sagte Friedensdorf-Leiter Kevin Dahlbruch. Friedensdorf International spricht der Familie von Heinrich Kemperdiek seine aufrichtige Anteilnahme aus.

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