Dieter Plassmann – Dinslaken

Berichte von Ehrenamtlern

Dieter Plassmann vor dem Lernhaus im Friedensdorf

Dieter Plassmann - Dinslaken

Wie kamen Sie ins Friedensdorf?

Nachdem meine Frau nach langer schwerer Krankheit gestorben war und ich in Rente ging, entschloss ich mich vor vier Jahren, dass ich etwas Sinnvolles tun möchte. Beruflich habe ich 40 Jahre in der Aus- und Weiterbildung mit jungen Menschen gearbeitet und dies immer sehr gerne getan. Daher wollte ich mich unbedingt für Kinder oder Jugendliche engagieren.

 

Was ist Ihre Motivation für ein Ehrenamt im Friedensdorf?

Dass ein Ehrenamt im Friedensdorf genau das Richtige für mich ist, wusste ich sofort nach dem Besuch des Einführungsseminares für Ehrenamtler. Besonders motiviert und beeindruckt hat mich das menschliche Miteinander der Mitarbeiter, Praktikanten und Ehrenamtler mit den Kindern. Bei meinem ehrenamtlichen Engagement im Lernhaus kann ich meinen Teil dazu beitragen. Zweimal die Woche mache ich mit den Jungs in Kleingruppen „Mathe“. Es ist schön zu sehen, wie wissbegierig die Kinder sind und ich freue mich, ihnen etwas beizubringen, dass in der Heimat hilfreich sein kann.

 

Welche Momente haben Sie besonders berührt?

Besonders berührt hat mich ein Erlebnis im Freizeitpark Schloss Beck. Einmal im Jahr öffnet der Park nur für die Friedensdorf-Kinder und für viele ist dieser Tag etwas sehr Besonderes sowie eine willkommene Ablenkung. Gemeinsam mit Praktikanten, ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern begleiteten wir den Ausflug. In meiner Kindergruppe war ein Junge im Rollstuhl. Wir fuhren den ganzen Tag Karussell und am Ende des Tages bedankte er sich mit glänzenden Augen für den schönen Tag. Wenn ich an den Moment zurückdenke, habe ich noch heute Tränen in den Augen.

 

Was wünschen Sie dem Friedensdorf für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass bald alle Kinder, die bereits ihre medizinische Behandlung abgeschlossen haben, in ihre Heimat zurückkehren können. Denn aufgrund der Corona-Pandemie können Hilfseinsätze, wie wir sie kennen, nicht stattfinden. Allen Mitarbeitern, Praktikanten und ehrenamtlichen Helfern wünsche ich viel Kraft und beste Gesundheit, um weiterhin für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten aktiv sein zu können.

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