Humanitäre Katastrophe in Camp Moria

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„Wir stehen zur Hilfe bereit“

Wir sind bestürzt über die schreckliche humanitäre Katastrophe, die sich gerade im Camp Moria ereignet.

2015 haben wir selbst im Friedensdorf kurzfristig unbegleitete minderjährige Geflüchtete aufgenommen. Wir erinnern uns noch gut an die Erzählungen der Kinder und Jugendlichen – von den menschenunwürdigen Erfahrungen während der Flucht und ihrem Wunsch nach einem Leben in Sicherheit. Dies hat uns tief berührt. Das war einer der Gründe, dass wir 2018 das Camp Moria finanziell unterstützt haben, um die medizinische Versorgung – vor allem für die Kinder – helfen zu verbessern. Schon damals war die Versorgung der Menschen katastrophal. Das Camp Moria, welches ursprünglich für knapp 3.000 Personen errichtet wurde, war zum damaligen Zeitpunkt mit fast 7.000 Menschen heillos überfüllt. Bis gestern Nacht lebten dort sogar 13.000 Menschen, darunter 4.000 Kinder, die nun nicht mal mehr ein Zeltdach über dem Kopf haben. Was soll nun mit diesen Menschen passieren?

Am Montag protestierten bereits Hilfsorganisationen vor dem Bundestag gegen die europäische Flüchtlingspolitik. Mit 13.000 Stühlen sendeten sie die eindeutige Nachricht: „Lager evakuieren, der Platz ist da!“ Die europäische Politik hat hier in den letzten Jahren offensichtlich versagt. Wir appellieren, dass sofort gehandelt werden muss und die Geflüchteten endlich als Menschen mit eigener Würde wahrgenommen werden. Wir stehen zur Hilfe bereit.

 

Foto: Das Bild ist im Camp Moria im Jahr 2018 entstanden.

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