Internationaler Tag der Kinderrechte

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Corona-Pandemie verschärft Situation für Kinder weltweit

Weltweit findet am 20. November der Tag der Kinderrechte statt und es wird an die Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 20. November 1989 erinnert. In den letzten Jahrzehnten wurde für die Rechte von Kindern viel erreicht, doch in diesem Jahr hat sich die Situation weltweit drastisch verschlechtert. Plötzlich sind durch die Corona-Pandemie in jedem Land der Welt Kinder in ihren Grundrechten eingeschränkt – Sei es beispielsweise durch mangelnde Ernährung, da die Eltern ihren Lebensunterhalt verloren haben, oder durch fehlenden Zugang zu Bildung. Auch in Deutschland, wo der Schulbesuch bis vor der Corona-Pandemie eine Selbstverständlichkeit war, müssen Experten nun gemeinsam an Lösungen arbeiten und die Vermittlung von Lerninhalten neu und anders gestalten, um allen Kindern die Möglichkeit zum Lernen geben zu können. Berichte aus unseren Partnerländern zeigen, dass sich die Situation für Kinder, die schon vorher in Armut gelebt haben, jetzt dramatisch verschärft. Als Kinderhilfsorganisation nehmen wir besorgt wahr, dass wir während der Corona-Pandemie an erster Stelle die grundlegende Versorgung zahlreicher Kinder sichern müssen:

Im Kindergartenprojekt in Kambodscha, das vom Friedensdorf unterstützt wird, erhalten die Kinder von Müllsammlerfamilien normalerweise täglich eine warme Mahlzeit und die Möglichkeit auf einen Alltag abseits der Müllkippe. Doch aufgrund der strengen Hygienebestimmungen ist bis heute kein Regelbetrieb im Kindergarten möglich. Dadurch fehlt den Kindern nicht nur die oftmals einzige warme Mahlzeit am Tag, sondern auch ein wichtiger Rückzugsort, der vor der Corona-Pandemie ein wertvoller und beständiger Teil ihres Alltags war. Hinzu kam, dass für die Familien der Kinder die einzige Einkommensquelle – das Sammeln und Verkaufen von Müll – durch die Pandemie weggebrochen ist. Um den Hunger vorerst zu stillen, hat das Friedensdorf dieses Jahr bereits zweimal Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel über unseren kambodschanischen Partner vor Ort verteilt.

Auch in Tadschikistan, dem Heimatland vieler Friedensdorf-Kinder, hat sich die Not der Menschen durch die Corona-Krise verstärkt. Daher ist die diesjährige Paketaktion von besonders großer Bedeutung. Wir bedanken uns jetzt schon bei den vielen engagierten Menschen, die fleißig Lebensmittel gepackt haben. Viele der hungernden Familien erwarten die Pakete schon sehnsüchtig.

Die Corona-Pandemie schränkt weltweit grundsätzliche Rechte von Kindern ein, wie beispielsweise das Recht auf Gesundheit und genügend Nahrungsmittel. Ohne diese Grundlage haben Kinder auch nicht die Chance zur Schule zu gehen und einfach Kind sein zu können.

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