Medizinische Hilfe für Armenien

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Friedensdorf International hilft mit Health Kits

Ende September eskalierte der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach erneut. Zehntausende Menschen mussten fliehen und wurden Opfer dieses Krieges. Ganze Städte und Dörfer wurden zerstört. Unzählige Zivilisten – darunter auch viele Kinder – wurden verletzt oder getötet. Nach wochenlangen schweren Kämpfen um die Region Bergkarabach schlossen Armenien und Aserbaidschan am 9. November unter der Vermittlung von Russland ein Waffenstillstandsabkommen. Gemäß dem Abkommen musste Armenien in den letzten Wochen drei Gebiete in Bergkarabach (Kalbajar, Aghdam und Latchin) an Aserbaidschan übergeben.

"Es wurden Städte und Dörfer zerstört, es gab viele Kriegsopfer, sowohl auf der aserbaidschanischen Seite, als auch auf der armenischen. Ich verurteile jeden Krieg, er bringt nur den Tod mit sich", betont der armenische Friedensdorf-Partner Varuzhan. Besonders dramatisch ist, dass in diesem 44-Tage-Krieg auch Streumunition und Phosphorbomben gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt wurde. Nach dem humanitären Völkerrecht ist der Einsatz von Streumunition unter allen Umständen verboten und auch das Friedensdorf verurteilt den Einsatz dieser Waffen zutiefst. Denn der Abwurf einer Streubombe richtet innerhalb einer möglichst großen Fläche besonders viel Schaden an und führt zu schlimmen Verletzungen. Auch der Einsatz von Phosphorbomben ist gemäß der Zusatzprotokolle zur Genfer Konvention verboten. Der Kampfstoff durchdringt die Kleidung, kann sich bis in die Knochen einbrennen und verursacht dadurch schwer behandelbare sowie oft tödliche Verbrennungen.

Um die medizinische Versorgung der Menschen in Armenien – insbesondere der Kinder – aus Bergkarabach und den Grenzgebieten zu unterstützen, hat Friedensdorf International eine Hilfsaktion auf die Beine gestellt. Denn in zahlreichen Kliniken, auch in der armenischen Hauptstadt Jerewan, mangelt es an medizinischen Materialien für die Versorgung der betroffenen Kinder und ihrer Familien – angefangen vom Verbandsmaterial bis hin zu Medikamenten. Hinzu kommt, dass das Gesundheitssystem aufgrund der andauernden Corona-Pandemie heillos überlastet ist. "Unserer Partnerorganisation vor Ort, die Armenische Kinderassoziation in Jerewan, haben wir daher fünf Health Kits zur Verfügung gestellt. Jedes „Notfall-Health-Kit“ kann rund 10.000 Menschen medizinisch zu versorgen. Die Health Kits wurden nun von unserem Partner an Krankenhäuser und Kinderstationen in verschiedenen Städten verteilt, wo junge Kriegsopfer dringend medizinisch versorgt werden müssen", erklärt Friedensdorf-Leiterin Birgit Stifter.

One Response

  1. Monika Bensch
    | Antworten

    Danke von ganzem Herzen!

    Leider kannte ich die Organisation Friedensdorf bisher nicht, aber ich werde Sie ab sofort unterstützen, denn wir alle sind doch eine Seelenfamilie und wollen auch ein Volk den Friedens werden.

    Vielen Dank für all das von Herzen kommende Engagement. Ich wünsche mir auch, dass wir überall Frieden auf der Welt haben und ich fange damit in meinem Inneren/ meinem Herzen an und direkt vor meiner Haustür, einer jeden Seele gegenüber, denn wir sind alle gleich, egal ob Mensch, Tier, Pflanze oder Stein, wir alle sind göttlich und der göttliche Frieden steht uns zu – einem jeden von uns!

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