Tag des afrikanischen Kindes

Hilfe für Kinder in Angola

Heute, am 16. Juni, wird weltweit am Tag des afrikanischen Kindes auf die Lebenssituation der Kinder auf dem zweitgrößten Kontinent der Erde aufmerksam gemacht. Seit 27 Jahren leisten wir Hilfe für Kinder in Angola, die in ihrer Heimat keine Chance auf eine gesunde Zukunft haben, denn vor allem die arme Bevölkerung hat kaum Zugang zu einer medizinischen Versorgung. Darunter leiden natürlich besonders die jüngsten Bewohner des südwestafrikanischen Staates.

Auch Leonardo, Manuel, Joao, Edson und Domingos haben dies erlebt. Ihre Erkrankungen – darunter Knochenentzündungen, Klumpfüße und urologische Befunde – konnten in ihrer Heimat nicht behandelt werden. Ihre letzte Hoffnung war eine medizinische Versorgung in Deutschland. Jetzt haben sie ihre Behandlung hinter sich und spielen am liebsten den ganzen Tag gemeinsam Fußball oder düsen mit Rollern über den „Dorfplatz“. Vorher war das aufgrund ihrer Erkrankungen undenkbar. Im Friedensdorf können sie endlich wie andere Jungen in ihrem Alter einfach „Kind sein“ und mit Freunden gemeinsam stundenlang kicken. Anfang Juli werden sie mit den anderen genesenen Kindern die langersehnte Heimreise nach Angola antreten und endlich ihre Familien wiedersehen. Leonardo freut sich besonders darauf, dass er mit seiner Mutter wieder zusammen nähen kann – denn das ist neben dem Fußball sein zweites Hobby. Bei einer Friedensdorf-Mitarbeiterin sah er vor kurzem eine Tasche aus afrikanischem Stoff und freute sich total darüber, ein Stück Heimat zu sehen. „Das ist Afrika-Stoff, wie bei meiner Mama!“, staunte der Junge.

Bald heißt es also fleißig „Tasche packen“ für die angolanischen Kinder, die ihre medizinische Behandlung abgeschlossen haben. In die Tasche können sie Kleidung, Geschenke für ihre Familien und Erinnerungsstücke an ihre Zeit im Friedensdorf einpacken. Bei Leonardo wird bestimmt auch das ein oder andere selbstgenähte Geschenk für seine Mutter dabei sein. Bei dem kommenden Hilfsflug setzen wir selbstverständlich auch alles daran, neuen Patient*innen eine Behandlung in Deutschland zu ermöglichen. Denn in Angola warten noch viele kranke und verletzte Kinder wie Leonardo, Manuel, Joao, Edson und Domingos, die dringend eine medizinische Behandlung benötigen.

 

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