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Ankunft der neuen Kinder im Friedensdorf.

Hilfe für Kinder aus Usbekistan geht weiter

Mit dem zweiten Hilfseinsatz für usbekische Kinder in diesem Jahr, sind am 13. September 2021 sechs neue Patientinnen und Patienten per Linienflug in Frankfurt am Main angekommen. Begleitet wurden sie von der usbekischen Partnerorganisation „Soglom avlod uchun“. Normalerweise nehmen die Kinder aus Usbekistan diese lange Reise gemeinsam mit afghanischen, tadschikischen und kirgisischen Kindern im Rahmen eines Charterfluges auf sich. Leider war dieser aufgrund der Corona-Pandemie und zuletzt auch wegen den Ereignissen in Afghanistan nicht möglich.

Unter den Neuankömmlingen sind sowohl Kinder, die hier eine wichtige Weiterbehandlung erhalten, als auch Kinder, die zum ersten Mal ins Friedensdorf gekommen sind. Eines haben sie jedoch alle sechs gemeinsam – sie alle haben starke Verbrennungen erlitten, die meist schon länger zurückliegen. Die schlecht verheilten Narben schränken nun ihre Bewegungen ein und beeinträchtigen ihre Lebensqualität. Beispielsweise hat Ozodbek als vierjähriger bei einem Autounfall schwere Verbrennungen im Gesicht davongetragen. Heute ist er acht Jahre alt und kann seitdem aufgrund der mangelnden Versorgung in seinem Heimatland sein linkes Auge nicht mehr schließen. In Deutschland erwartet ihn nun endlich die notwendige Behandlung. Der fünfjährige Sarafroz ist bereits zum zweiten Mal im Friedensdorf. Mit nur einem Jahr hat er sich im Schlaf schwere Verbrennungen zugezogen, als sein Haus durch eine umgefallene Paraffin-Lampe plötzlich in Flammen stand.

Auch seine Narben sind damals so schlecht verheilt, dass er Augen und Mund nicht mehr richtig schließen konnte. Bei seiner ersten Behandlung in Deutschland konnte bereits die Funktion seines Mundes wiederhergestellt werden – jetzt folgt die Weiterbehandlung seiner Augen.

Am 16. September kehrten im Gegenzug sieben Kinder in ihre Heimat Usbekistan zurück, die ihre medizinische Behandlung bereits hinter sich haben. Zu den glücklichen Heimkehrern gehört auch der siebenjährige Sanjarbek. Auch er hat in seiner Heimat schwere Verbrennungen erlitten, weshalb unter anderem die Beweglichkeit seiner rechten Hand stark eingeschränkt war. Sanjarbek kam mit dem letzten Usbekistan-Hilfsflug im Mai 2021 nach Deutschland und darf nun Zuhause stolz erzählen, dass er als erster im neuen ambulanten Eingriffsraum im Friedensdorf operiert wurde. Ende Juli konnten der Chirurg Dr. Heinz Grunwald und sein Team mit der Operation die Narbenstränge erfolgreich lösen. Nach der Operation erhielt Sanjarbek regelmäßig Physiotherapie. Jetzt kehrte er gemeinsam mit den sechs anderen Kindern in seine Heimat zurück und kann seiner Familie endlich zeigen, dass er wieder alle Finger einzeln bewegen kann.

Dr. Heinz Grunwald ist mit dem Operationsergebnis sehr zufrieden: Sanjarbek kam im Mai 2021 nach Deutschland und konnte dank der Behandlung im ambulanten Eingriffsraum schon mit dem nächsten Hilfsflug am 16. September nach Usbekistan zurückkehren.

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