Weltkindertag 2021

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Im Innenhof der afghanischen Partnerorganisation warten die Familien, um ihre kranken und verletzten Kinder für eine medizinische Behandlung in Deutschland vorstellen zu können. (Foto: Toby Binder, 2019.)

Die Rechte von Kindern schützen

Der heutige Weltkindertag soll uns alle an die Rechte von Kindern erinnern. Um diese zu stärken, wurde dieser Tag 1954 von der UN-Vollversammlung ins Leben gerufen und wird heute in mehr als 145 Staaten gefeiert. Die kleinsten und unschuldigsten Erdenbürger – die Kinder – haben insbesondere ein Recht auf Gesundheit sowie Schutz im Krieg.

Dass Kindern, die in Kriegs- und Krisengebieten leben, diese Rechte oftmals verwehrt werden, konnte zuletzt die ganze Welt in den Medienberichten über die aktuellen Geschehnisse in Afghanistan sehen. Seit über 40 Jahren ist das Land am Hindukusch von Konflikten, Hoffnungslosigkeit und Armut geprägt. Viele Generationen haben keinen Frieden mehr erlebt, Kinder wachsen dort mitten im Krieg auf.

Mit der Machtübernahme der Taliban hat sich die Lage im Land weiter zugespitzt. Schon Monate davor mussten aus den Provinzen viele Familien mit ihren Kindern vor den Kämpfen in die Hauptstadt Kabul flüchten und leben nun dort – wenn sie nicht bei Verwandten unterkommen konnten – in Parks in einfachen Zelten. Der Winter steht ab Mitte Oktober bevor, dann wird es schnell bitterkalt. Die Lebensmittel sind knapp und die Preise um das doppelte gestiegen. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren und können ihre Familien nicht mehr versorgen. Hinzu kommt, dass sich die medizinische Versorgung in Afghanistan verschlechtert, weil Medikamente und medizinisches Material knapp werden. Schon vor der Machtübernahme der Taliban entwickelten sich Verletzungen und Erkrankungen, die hier in Deutschland gut behandelbar wären, oft zu schwerwiegenden Befunden. Für uns unvorstellbar:  Dass Kinder mit offenen Wunden zuhause von ihren Familien gepflegt werden müssen und nicht in ein Krankenhaus gebracht werden können.

Für uns ist das Recht eines Kindes auf Gesundheitsversorgung das oberste Gebot! Eine ausreichende medizinische Versorgung, genug zu essen und sauberes Wasser sind nicht nur in Afghanistan, sondern auch in den anderen Heimatländern der Friedensdorf-Kinder nur einem kleinen Teil der Bevölkerung vorbehalten. Daher setzen wir uns seit über 54 Jahren dafür ein, dass kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisenregionen zu einer medizinischen Behandlung nach Deutschland kommen und nach ihrer Genesung zu ihren Familien zurückkehren können. Eine umfangreiche Projektarbeit in den Heimatländern der Kinder soll die Situation vor Ort langfristig verbessern.

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