Lebensmittelpakete erreichen afghanische Provinzen

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Friedensdorf hilft hungernden Familien

Lebensmittelverteilung in Gardiz hundert Kilometer südlich von Kabul. Gardiz ist die Hauptstadt der Provinz Paktiya, in der sowohl in den achtziger Jahren wie auch in der Zeit nach 2001 heftige Kämpfe getobt haben. Am Dienstag, den 15. Februar, hat der Afghanische Rote Halbmond (ARCS) auf seinem Gelände in Gardiz die Verteilung von Lebensmittelpaketen organisiert, die Friedensdorf International gespendet hat. Es ist bereits die zweite Verteilung. Nachdem im Dezember 2021 die Pakete in Kabul verteilt wurden, konnte bei der zweiten Lebensmittelverteilung bedürftigen Familien in den Provinzen Laghman, Kapisa, Paktiya und Khost geholfen werden.

Die Verantwortlichen des ARCS können einschätzen, welche Familien die Lebensmittel am dringendsten benötigen und suchten diese im Vorfeld bei Besuchen in den umliegenden Dörfern aus, um sie zu registrieren. Bei der Verteilung wurden die Listen abgeglichen und die Hilfe-Empfänger mussten ihre Fingerabdrücke abgeben. Der ARCS-Verantwortliche für Paktiya und die fünf umliegenden Provinzen, erklärt, dass unter den bedürftigen Familien sowohl Taliban waren, als auch Familien, deren Oberhäupter im Kampf gegen die Taliban gefallen seien. Das Verteilungskriterium ist die nachgewiesene Armut.

Bei der Verteilung waren fast ausschließlich Männer anwesend. Auch im Straßenbild von Gardiz sind kaum Frauen zu sehen. Die wenigen, die unterwegs sind, tragen Burka. Die Mitarbeiter unserer Partnerorganisation sagen, dies sei aber auch vor der Regierungsübernahme der Taliban so gewesen. Unser Partner bedankte sich mehrfach für die Hilfe des Friedensdorfes. Er sagt, dass sieben von zehn Menschen in der Region dringend auf Hilfe angewiesen seien. Es gebe viele Witwen, Waisen und Kriegsversehrte, die über kein eigenes Einkommen verfügten.

 

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