Für Leib und Leben

Sternstunden e.V. unterstützt dritte Lebensmittelverteilung des Friedensdorfes in Afghanistan

Es droht Gefahr für Leib und Leben. Wie bitter diese Redewendung in der Realität „schmeckt“, zeigt sich in Afghanistan. Die Menschen haben nichts. Nichts zu essen und inzwischen nichts mehr, was sich zu Geld und damit zu Essbarem machen ließe. Deswegen sehen sich immer mehr von ihnen gezwungen, zu verkaufen, was sie gleichzeitig unbedingt schützen wollen: Leib und Leben. In ihrer Not bieten Eltern Organe zum Kauf an oder geben ihre Kinder in etwas wohlhabendere Familien, um so das Überleben aller zu sichern, jedenfalls für eine gewisse Zeit.

Unvorstellbare Entscheidungen, die einige Familien dank der Lebensmittelpakete des Friedensdorfes jetzt für eine gewisse Zeit nicht treffen müssen. Zum dritten Mal seit der Machtübernahme der Taliban im Sommer 2021 organisiert das Friedensdorf gemeinsam mit seinem afghanischen Partner „Roter Halbmond“ eine solche Verteilung. Entscheidenden Anteil an dieser Aktion trägt der Sternstunden e.V., eine Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks. Er übernimmt mehr als die Hälfte der Gesamtkosten. Die so ermöglichten 4.000 Pakete mit Haltbarem wie Reis, Bohnen, Tee und Salz werden an Familien in der Provinz Kabul und weiteren Provinzen verteilt. Ihre Armut ist das einzige entscheidende Kriterium dafür, dass sie diese Hilfsleistung erhalten. „Es ist uns wichtig, mit diesen Hilfslieferungen zahlreiche in Not geratene Familien unterstützen zu können“, sagt Marianne Lüddeckens, Leitung Projekte des Sternstunden e.V.. „Friedensdorf International ist ein verlässlicher Partner, der mit seinen Kontakten vor Ort sicherstellen kann, dass die Pakete dort ankommen, wo sie gerade am dringendsten gebraucht werden.“

Große Not

Von den Ausmaßen der Not konnten sich Mitarbeiterinnen des Friedensdorfes erst kürzlich beim Afghanistan-Hilfseinsatz überzeugen, bei dem 89 Kinder für medizinische Behandlungen nach Deutschland geholt wurden. Doch nicht nur medizinische Notfälle bedeuten in dem Land am Hindukusch Gefahr für Leib und Leben, sondern eben auch Hunger. Nach Angaben der Vereinten Nationen haben 95 Prozent der Bevölkerung nicht genug zu essen, rund 3,9 Millionen Kinder leiden an Mangelernährung. Vielen droht ohne zusätzliche Hilfe der Hungertod.

Zukünftige Hilfe nur mit Unterstützung

Eine solche Hilfe stellen die Lebensmittelpakete des Friedensdorfes dar. In den letzten Tagen und Wochen waren Mitarbeiter und freiwillige Helfer des „Afghanischen Roten Halbmondes“ damit beschäftigt, die vor Ort und in angrenzenden Nachbarländern eingekauften Lebensmittel zu verpacken, nun geht es an die Verteilung. Dabei kann jedes Paket eine mehrköpfige Familie einen Monat lang ernähren. Eine kleine „Sternstunde“, die das Friedensdorf gern auch zukünftig ermöglichen würde. „Es ist nicht absehbar, dass sich die humanitäre Situation in Afghanistan demnächst verbessern wird und wir wollen die Menschen nicht im Stich lassen“, sagt Birgit Stifter, Leiterin von Friedensdorf International. Um weitere solcher Lebensmittelverteilungen durchzuführen ist das Friedensdorf aber dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen. „Mit starken Partnern an der Seite würde es funktionieren“, ist sich die Friedensdorf-Leiterin sicher.

 

Unterstützung ermöglichen

Helfen Sie mit! Ein Lebensmittelpaket für Familien in Afghanistan kostet rund 100 Euro.

Spendenkonto:

Stadtsparkasse Oberhausen
IBAN: DE59 3655 0000 0000 1024 00
SWIFT-BIC: WELADED1OBH

Stichwort: Afghanistan

 

Die Not bei den afghanischen Familien ist groß.

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