Mami, Papi? Was passiert da?

Der Ukrainekrieg in der Familienbildung

Der Krieg in der Ukraine geht nicht spurlos an uns vorbei. Es sind Bilder, die uns aufrütteln, leere Supermarktregale, die uns stutzig machen oder besorgte Gespräche im Bekanntenkreis, die uns nachdenklich machen. Selbst für die stärksten Eltern sind solche Situationen nicht immer leicht.

Daher hat sich das Friedensdorf Bildungswerk dazu entschlossen, das Thema genauer unter die Lupe zu nehmen. Gemeinsam mit dem Familienzentrum Hiesfeld fand am Donnerstag, den 05. Mai ein Elternabend zum Thema: „Mami, Papi? Was passiert da?“ statt. Interessierte waren dazu eingeladen, Erfahrungen auszutauschen und sich den einen oder anderen Handlungstipp abzuholen.

Die Eltern zeigten sich froh, bei einem so bedeutsamen Thema Unterstützung zu bekommen. Oftmals sei ihnen nicht eindeutig bewusst, auf welchen Wegen das eigene Kind mit dem Krieg in der Ukraine in Berührung komme, so die Aussagen. Daher ist es wichtig, aufmerksam und reflektiert zu sein und das Kind mit seinen Sorgen nicht alleine zu lassen.

Denn der Ukraine-Krieg begegnet den Kindern auf verschiedenste Weise im Alltag: Sei es in der Schule oder Kita, im Auto beim Radiohören, beim Fernsehen, in den sozialen Medien, beim Tanken oder beim Einkaufen, wo nun oft mehr als zuvor auf den Preis geachtet wird und zudem einige Regale seit Wochen leer sind. Wenn Kinder diese Dinge realisieren, ist es wichtig, nicht auszuweichen, sondern auch mit den Jüngsten ins Gespräch zu gehen und ihnen Orientierung und Halt zu geben.

Doch wie kann man mit einem Kind über den Krieg sprechen, ohne Ängste zu schüren? An oberster Stelle steht wohl, seinem Kind die Sicherheit zu geben, dass man da ist, ihm zuhört und seine Sorgen ernst nimmt, so ein Ergebnis des Elternabends. Darüber hinaus sollten Erklärungen kindgerecht und sachlich sein. Das bedeutet auch, bei der Wahrheit zu bleiben und diese nicht mit Spekulationen oder Befürchtungen zu vermischen. Für Eltern, die ein solches Gespräch führen empfiehlt es sich, ihre eigenen Sorgen und Ängste zu reflektieren.

Im Umgang mit dem Thema Krieg kann auch ein gemeinsames kreatives Projekt für den Frieden hilfreich sein, denn etwas zu tun fühlt sich oft besser an, als untätig zu sein. Als Ideen können das Basteln eines Friedenskranichs oder das gemeinsame Aussortieren der Schränke dienen, wo die Fundstücke beispielsweise gespendet werden können. https://friedensdorf.de/2017/08/10/sachspenden/

Das Friedensdorf Bildungswerk und das Familienzentrum Hiesfeld waren sich einig, dass der Elternabend ein voller Erfolg war. Sollte Interesse an der Wiederholung dieses Themenabends bestehen, freuen sich die Mitarbeiter*innen des Bildungswerkes über eine kurze Nachricht per Mail an: bildungswerk@friedensdorf.de oder telefonisch unter: 02064/4974-142.

Mehr Informationen zum Familienzentrum Hiesfeld erhalten Sie hier: https://evangelische-kinderwelt.de/dinslaken/ev-fz-hiesfeld/konzept/

 

 

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