Welttag der humanitären Hilfe

Ein würdevolles (Über-)leben für die Bevölkerung Afghanistans

Millionen Menschen weltweit sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen sind es in diesem Jahr rund 247 Millionen Menschen weltweit. Das ist rund jeder 29. Erdbewohner. 2021 war es noch einer von 33 Menschen. Der heutige Tag, Welttag für die humanitäre Hilfe, ist allen humanitären Helfer*innen gewidmet, die oft unter schwierigen Bedingungen die Idee der humanitären Hilfe in die Tat umsetzen: Leid zu lindern und Leben zu retten, wenn Menschen aufgrund von Krisen oder Kriegen eine akute Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Zugleich soll der heutige Gedenktag die vielen Familien in Erinnerung rufen, die ohne Nothilfe und Schutz nicht überleben können.

 

Überleben – das sollen Menschen trotz Kriegen und Krisensituationen in Würde tun können – so der Grundgedanke der humanitären Hilfe. Zurzeit befindet sich ein Friedensdorf-Team in Afghanistan und muss vor Ort feststellen, dass diese Worte für einen Großteil der Bevölkerung zum jetzigen Zeitpunkt nur leere Hülsen sind. Denn in Würde zu überleben, das ist vielen afghanischen Familien mittlerweile fast unmöglich. Die wirtschaftliche Isolation des Landes sorgt dafür, dass in Afghanistan etwa 24,4 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe durch Hilfsorganisationen angewiesen sind, darunter 13,1 Millionen afghanische Mädchen und Jungen im Alter bis 14 Jahre. Hunger und hohe Arbeitslosigkeit bedrohen die Existenz vieler Familien. Die desolate Situation und die humanitäre Katastrophe nehmen täglich neue Ausmaße an.

 

Ums Überleben ging und geht es auch für die vom Erdbeben betroffenen Familien in den Provinzen Paktika und Chost im Osten Afghanistans. Seit der Naturkatstrophe Ende Juni sind die Menschen dort dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Zur Unterstützung der Menschen schickte Friedensdorf International Emergency Health Kits und Lebensmittelpakete in die Region. Bereits im Winter 2021 und im Frühjahr 2022 konnten in Anbetracht der Hungersnot drei Lebensmittelverteilungen in vielen weiteren Provinzen durchgeführt und damit bis zu 70.000 Menschen versorgt werden. Auch die Projektarbeit der Hilfsorganisation soll weiter ausgebaut werden, um die Menschen – und besonders die Kinder – zu einem würdevollen (Über-)leben zu verhelfen. Dass die Hilfe dort ankommt, wo sie ankommen soll, zeigte kürzlich der Besuch im „Marastoon“-Projekt in Jalalabad, auf dessen Gelände nun ein vom Friedensdorf finanzierter Brunnen etwa 200 Waisenkinder und 37 alleinerziehende Frauen versorgt. Ein weiterer Brunnen ist in Kunduz entstanden. Dort befindet sich zurzeit ein weiteres „Marastoon“-Projekt für Witwen mit ihren Kindern, Waisen und Menschen mit psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen im Aufbau.

 

Unter dem Stichwort „Afghanistan“ unterstützen Sie die Friedensdorf-Hilfe für Afghanistan: Stadtsparkasse Oberhausen, IBAN: DE59 3655 0000 0000 1024 00,
SWIFT-BIC: WELADED1OBH.

 

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