21. Dezember 2022

with Keine Kommentare

Die 22-jährige Mony war eines der ersten Kinder im sozialen Zirkusprojekt in Battambang, Kambodscha. Sie ist ein Beispiel dafür, was die dortigen Förderprogramme zum Ausbau sozialer und schulischer Kompetenzen für die Kinder von Müllsammler- und Kleinarbeiterfamilien bewirken können. Mony ist heute Studentin und hat ihren Platz in der Gesellschaft gefunden. Im Zirkusprojekt hat sie gelernt, was gegenseitiger Respekt und Vertrauen bedeutet und wie wichtig der Zusammenhalt in einer Gemeinschaft ist. Auch ein Selbstwertgefühl, das sie als Tochter einer Müllsammlerin nie gekannt hat, konnte sie dank des Projekts entwickeln. Diesen Selbstwert konnte ihr auch ein schlimmes Erlebnis nicht mehr nehmen: Kurz nachdem sich Mony mit 21 Jahren verlobt hatte, fand die Familie ihres zukünftigen Ehemannes heraus, dass Mony aus einer Müllsammlerfamilie stammt und löste die Verlobung umgehend auf. Heute weiß Mony, dass ihre Herkunft sie nicht als Mensch definiert. Im Gespräch mit uns appelliert sie, Menschen so zu nehmen, wie sie sind und sie nicht anhand ihrer Herkunft zu verurteilen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.