22. Dezember 2022

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Die Geschichte von Esmail ist wie ein Weihnachtswunder. Im Februar dieses Jahres lernten wir den kleinen Jungen im Rahmen einer Kindervorstellung in Kabul kennen. Esmails Körper war komplett ausgemergelt. Zudem konnte er nicht eigenständig laufen, da er Monate zuvor einen schweren Autounfall hatte. Vermutlich wurde er von einem Auto mitgeschliffen, sodass die Haut von seinem rechten Bein gerissen wurde. Die Familie hatte keinen Zugang zu einer Behandlung, geschweige denn Schmerzmitteln. Sie konnten nur einen Verband auftreiben, der notdürftig um das Bein gebunden war. Sein Vater erzählte, dass sie nicht einmal Geld für genügend Nahrung haben. Bis zum Abflug der Kinder im März bangte das Friedensdorf, dass Esmail die Wartezeit überlebte. Und er hat es geschafft. In Deutschland gelandet, wurde er umgehend auf der Intensivstation versorgt. Zwar konnte sein Bein nicht mehr gerettet werden, aber nach ein paar Monaten hat er den Umgang mit seiner Prothese gelernt und konnte endlich unbeschwert mit seinen Freunden im Friedensdorf spielen. Anfang November konnte Esmail in seine Heimat zurückkehren und seine Familie endlich wieder in die Arme schließen.

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