Lebensmittel für Tadschikistan

 

Friedensdorf wiederholt erfolgreiche Aktion aus dem Vorjahr

Im letzten Jahr hatte das Friedensdorf erstmalig eine Alternative zur bekannten Bürger-Paketaktion durchgeführt. Diesen Herbst soll die erfolgreiche Aktion wiederholt werden. Anstatt Lebensmittel in Deutschland einzukaufen und per Charter zu verschicken, werden Mehl, Nudeln, Zucker, Öl und Tee auch diesmal wieder gemeinsam mit den Partnern vor Ort gekauft und anschließend verteilt.

Immens gestiegene Logistikkosten hatten die Paketaktion in ihrer ursprünglichen Form, bei der Bürger selbst Pakete packten, die das Friedensdorf dann verschickte, quasi unmöglich gemacht. „Unsere Paketaktion war bei den Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland sehr beliebt und die Durchführung verlief nach so vielen Jahren schon absolut routiniert. Darum waren wir sehr gespannt und auch besorgt, ob die neue Form der Winterhilfe genauso gut ankommen würde“, berichtet Friedensdorf-Leiterin Birgit Stifter.

Sie tat es – sowohl bei denjenigen, die die Aktion in Deutschland mit ihren Spenden unterstützten als auch bei den Menschen in Tadschikistan. Unter den Empfängern der Lebensmittelpakete sind viele alleinerziehende Mütter mit behinderten Kindern. Manche der Frauen sind sogar ehemalige Friedensdorf-Patientinnen. Da sie rund um die Uhr ihre Kinder pflegen, können sie keiner Erwerbsarbeit nachgehen. Für sie sind die Nahrungsmittel eine große Erleichterung und eine emotionale Stütze.

Neben Essbarem sind für diese Frauen und ihre Kinder Seife und Waschmittel besonders wichtig. Viele der Kinder sind durch ihre Behinderung nicht mobil und zudem inkontinent und nicht alle Familien können es sich leisten, ausreichend Windeln oder Unterlagen zu kaufen. So war der Wunsch nach Hygieneprodukten über die tadschikischen Partner kommuniziert und vom Friedensdorf gerne erfüllt worden.

 

Kriegsfolgen auch in Tadschikistan spürbar

Die Lebenssituation der meisten Menschen hat sich seit dem letzten Jahr nicht verbessert, eher im Gegenteil. Die Folgen des russischen Krieges gegen die Ukraine sind auch in Tadschikistan angekommen. Die Preise für Lebensmittel, Hygieneartikel und viele weitere Dinge des täglichen Bedarfs steigen rasant. Gleichzeitig können viele tadschikische Männer ihrer Arbeit in Russland nicht mehr nachgehen und auch keinen Ersatz in ihrer Heimat finden. So sind viele Menschen, darunter insbesondere die alleinerziehenden Frauen, auf Unterstützung angewiesen.

 

Spenden statt Packen

Für viele Bürgerinnen und Bürger war die Friedensdorf-Paketaktion eine Herzensangelegenheit, das Packen der Pakete mit vielen Emotionen verbunden. Diesen Teil gibt es nun nicht mehr. „Umso dankbarer sind wir, dass so viele Unterstützerinnen und Unterstützer trotzdem dabeigeblieben sind und uns eine Geldspende zukommen lassen haben, so dass wir unsere Winterhilfe weiter realisieren können“, betont Birgit Stifter.

Traditionell startete die Paketaktion immer mit dem Dorffest im Friedensdorf. In diesem Jahr wird der Tag der offenen Tür nach dreijähriger Corona-Pause erstmalig wieder gefeiert und zwar am 9. September. Kurz danach wird ein Friedensdorf-Team nach Tadschikistan aufbrechen, um gemeinsam mit den Partnern mit dem Einkauf und der Verteilung der Lebensmittel zu beginnen.

 

 

Spendenkonto:

Stadtsparkasse Oberhausen
IBAN: DE59 3655 0000 0000 1024 00
SWIFT-BIC: WELADED1OBH

Stichwort: Tadschikistan

Viele alleinerziehende Mütter können keiner Erwerbstätigkeit nachgehen und sind an ihr Haus bzw. ihre Wohnung gefesselt, da sie sich rund um die Uhr um ihre körperlich und geistig beeinträchtigten Kinder kümmern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert