Das DZI-Spendensiegel – ein Zeichen für Vertrauen

„Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser“ heißt es im Volksmund. Diesen Spruch aus dem Mund des Kontrollierten zu hören, magDZI_Siegel überraschen, doch genauso funktioniert die Vergabe des DZI-Spendensiegels. Seit November 1991 haben Spendenorganisationen die Möglichkeit, dieses Qualitätsmerkmal zu beantragen – und sich der vorausgehenden Prüfung zu unterziehen. Dabei kann das Siegel nur von gemeinnützigen Organisationen beantragt werden, die überregional Spenden sammeln, weil hier der Bedarf an Information und Entscheidungshilfe am größten ist.

Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen

Das Friedensdorf hat sich seit der ersten Vergabe am 3. Juni 1992 dazu entschlossen, sich immer wieder den Prüfkriterien zu stellen, denn das Siegel muss jedes Jahr auf’s Neue beantragt werden. So hat das Friedensdorf einen festen Platz in der Liste der derzeit 251 Siegel-Organisationen, die das DZI veröffentlicht und kann somit leicht als vertrauenswürdige Spendenorganisation erkannt werden. Dies ist besonders für potentielle Neuspender interessant, die überlegen, welcher Einrichtung sie Zuwendungen zukommen lassen möchten: Das DZI-Siegel bietet hier eine gute Entscheidungshilfe. Gleichzeitig ist das Siegel auch für die Beziehung zu langjährigen Spendern von Bedeutung, indem es signalisiert: Wir als Friedensdorf schätzen das von unseren Spendern entgegengebrachte Vertrauen sehr und versichern im Gegenzug, diese Mittel langfristig verantwortungsvoll einzusetzen. Das belegt die stets erneute Vergabe des Spendensiegels.

Verpflichtung zur Offenheit

Die Prüfkriterien zur Vergabe des DZI-Siegels sind streng und werden ständig überarbeitet und weiterentwickelt. So verpflichten sich die Spendensiegel-Organisationen erstens zu einer „klaren, wahren, offenen und sachlichen Werbe- und Öffentlichkeitsarbeit“. Das gilt für Veröffentlichungen in Printmedien, im Internet oder im Fernsehen ebenso wie für Informationsstände bei öffentlichen Veranstaltungen. Sicher können zum Repertoire eines Friedensdorf-Informationsstandes dann auch Spendendosen gehören, die jedoch gegenüber den sachlich gestalteten Informationsmaterialien zweitrangig sind und auf keinen Fall den Interessenten aufgedrängt werden. Auch auf Mitleid heischende Bilder oder dramatische Geschichten kranker und verletzter Kinder wird zu Gunsten einer sachlichen Berichterstattung verzichtet. Vielmehr bevorzugt das Friedensdorf eine authentische Darstellung seiner Arbeit, die durch Inhalt überzeugen möchte. 

Höchstgrenze für Verwaltungskosten

Ein weiteres Prüfkriterium des DZI ist die „zweckgerichtete, sparsame und wirksame Mittelverwendung“. Hier geht es darum festzustellen, ob und in welchem Maße die Spenden wirklich dem gemeinnützigen Zweck zufließen. Dazu hat die DZI Spenderberatung eine Höchstgrenze für Werbe- und Verwaltungsausgaben festgelegt. Diese dürfen danach nicht mehr als 35 Prozent der Gesamtausgaben betragen. 0-10 Prozent gelten als niedrig, 10-20 Prozent als angemessen und 20-35 Prozent als vertretbar. Bei der letzten Siegelvergabe an das Friedensdorf im Juni 2012 lagen die Ausgaben für Werbe- und Verwaltungskosten des Friedensdorfes bei 6,51 Prozent und damit in der niedrigsten Kategorie des DZI!

Verpflichtung zur Transparenz

Neben diesen beiden Aspekten gehören die eindeutige und nachvollziehbare Rechnungslegung sowie die Prüfung der Jahresrechnung und eine entsprechende Vorlage beim DZI ebenso zu den Anforderungen an die Organisation wie die Verpflichtung zur Transparenz. Diesem Anspruch kommt das Friedensdorf etwa durch die Offenlegung des Jahresberichts auf seiner Website nach, der neben Sachberichten über die verschiedenen Tätigkeitsbereiche auch den Jahresfinanzbericht für das jeweils vergangene Geschäftsjahr enthält. Wer die Prüfkriterien des DZI in ausführlicher Form nachlesen möchte, findet sie auf der Website des Instituts, wo alle Kriterien in den „Leitlinien für die Vergabe des DZI Spenden-Siegels“ zusammengefasst sind.