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Sandro Somigli – Der Smutje des Friedensdorfes

Drei Mahlzeiten am Tag, unzählige strahlende Gesichter und ganz viel Herz in jedem Topf

Wenn in der Friedensdorf-Küche die Töpfe klappern, Pfannen zischen und der Duft von frischem Gemüse, Gewürzen und Gebratenem durch die Räume zieht, dann ist klar: Küchenchef Sandro Somigli und sein Team sind am Werk. Drei Mal täglich sorgen sie dafür, dass die Friedensdorf-Kinder gut versorgt sind – mit leckerem, gesundem und abwechslungsreichem Essen.

„Mittags gibt es immer eine warme Mahlzeit“, betont Somigli. Feste Zeiten, feste Struktur – das gehört im Friedensdorf genauso zum Alltag wie die medizinische Versorgung. Denn viele Kinder, die nach ihrer Ankunft in Oberhausen versorgt werden, mussten in ihrer Heimat Hunger erfahren. „Oft bringen sie noch das alte Muster mit, dass Essen nichts Selbstverständliches ist – dass zwischen zwei Mahlzeiten nicht Stunden, sondern Tage liegen können“, erzählt Somigli. Doch schon bald lernen sie: Im Friedensdorf gibt es genug – für alle.

Und das spüren sie mit jeder Mahlzeit. „Schon morgens kommen einige Kinder angerannt und fragen, was es Leckeres zum Mittag gibt“, lacht Somigli. Ob Pizza, Pommes, Burger oder Spaghetti Bolognese – die Klassiker stehen natürlich ganz oben auf der Wunschliste. Doch auch Gerichte aus den Heimatländern der Kinder finden regelmäßig ihren Weg auf die Teller.

Ein ganz besonderes Detail: Somiglis Ehefrau Birgit, die seit über drei Jahrzehnten ein wichtiger Teil des Friedensdorf-Teams ist, bringt ihm von ihren Einsätzen in den Partnerländern originale Gewürze mit. „So können wir den Kindern ab und an ein kleines Stück Zuhause auf die Teller zaubern“, erzählt er mit einem Lächeln.

Neben dem Kochen selbst steckt viel Organisation hinter der Arbeit: Preise vergleichen, Lieferungen koordinieren, Speisepläne erstellen und auf individuelle Ernährungsbedürfnisse achten – die Verantwortung ist groß. Doch für Sandro Somigli ist die Arbeit im Friedensdorf weit mehr als ein Beruf. Der leidenschaftliche Koch und Hobby-Fotograf blickt auf viele Jahre in der gehobenen Gastronomie zurück – bis hin zum eigenen Restaurant.

„Aber so viel gegeben wie der Job hier, hat mir kaum etwas“, sagt er nachdenklich. „Die Dankbarkeit in den Augen der Kinder, zu sehen, wie sie durch frische, gesunde und ausgewogene Ernährung wieder stark und gesund werden – das berührt mich jedes Mal aufs Neue.“

Im Friedensdorf ist Sandro Somigli nicht nur Küchenchef, sondern auch ein Stück Zuhause für die Kinder. Einer, der mit seinem Team Tag für Tag zeigt, dass Essen mehr ist als nur satt werden – es ist Geborgenheit, Fürsorge und Liebe auf dem Teller.

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