Besatzungsmitglieder der Marine besuchen das Friedensdorf und überreichen eine Spende in Höhe von 1.000 Euro
Noch vor wenigen Wochen lag die Fregatte Nordrhein-Westfalen der Deutschen Marine vor der Küste des Libanon – nun führte der Weg eines Teils ihrer Besatzung nach Oberhausen in das Friedensdorf. Ein Besuch, der auf beiden Seiten bleibende Eindrücke hinterließ.
Die Schiffe der Marine tragen die Namen deutscher Bundesländer und pflegen eine besondere Verbindung zu ihren jeweiligen Patenländern. Einmal jährlich wird die Besatzung der Fregatte Nordrhein-Westfalen in den nordrhein-westfälischen Landtag eingeladen. Dort befindet sich auch ein Modell des Schiffes im Maßstab 1:100.
Im Rahmen ihres Aufenthalts in Nordrhein-Westfalen absolvierte die Besatzung ein abwechslungsreiches Programm: Neben Besuchen im Thyssen-Werk, beim FC Schalke 04 und im Trainingsbergwerk Recklinghausen stand auch das Friedensdorf auf dem Programm.
Möglich gemacht hatte den Besuch einmal mehr Reinhard Claves, 1. Vorsitzender des Freundeskreises Fregatte Nordrhein-Westfalen und selbst in Dinslaken beheimatet. Gemeinsam mit der Besatzung wurde er von Friedensdorf-Leiterin Birgit Stifter, ihrem Stellvertreter Thomas Killmann sowie Laura Niemeier, Leiterin des Heimbereichs, empfangen. Bei einem Rundgang erhielten die Gäste einen unmittelbaren Einblick in die Arbeit des Friedensdorfes und das Leben der Kinder.
„Es war, wenn ich das so sagen darf, ein bärenstarker Eindruck, den wir hier im Friedensdorf gewinnen konnten. Dieser Besuch hat bei uns allen Emotionen freigesetzt“, sagte Reinhard Claves.
Auch für das Friedensdorf war die Begegnung eine besondere. „Für uns war das heute ebenfalls ein sehr bewegender Moment“, unterstrich Friedensdorf-Leiterin Birgit Stifter. Der persönliche Austausch und das große Interesse der Gäste an der humanitären Arbeit machten den Besuch zu einer Begegnung, die weit über einen gewöhnlichen Rundgang hinausging.
Doch die Besatzung kam nicht mit leeren Händen. „Es hat bei der Marine eine alte Tradition, dass Spenden für den guten Zweck gesammelt werden“, erklärte Reinhard Claves. So durfte sich das Friedensdorf über eine Spende in Höhe von 1.000 Euro freuen, die aus den Reihen der Besatzung zusammengetragen wurde.
„Ich möchte mich bei allen, die diese Spende ermöglicht haben, aus tiefstem Herzen bedanken. Ebenso danken wir für das große Interesse und den tollen Austausch mit der Besatzung der Fregatte Nordrhein-Westfalen“, sagte der stellvertretende Friedensdorf-Leiter Thomas Killmann.
Am Ende blieb weit mehr als die großzügige finanzielle Unterstützung: Es war eine Begegnung zwischen Menschen mit ganz unterschiedlichen Aufgaben und Lebenswelten – verbunden durch gegenseitigen Respekt, großes Interesse und den gemeinsamen Wunsch, Verantwortung zu übernehmen und Menschen zu helfen.