Vier Jahrzehnte Bildungsarbeit, unzählige Begegnungen und ein gemeinsames Ziel: Menschen für Frieden, Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung zu sensibilisieren. Das Friedensdorf Bildungswerk hat sein 40-jähriges Bestehen im Zentrum Altenberg in Oberhausen gemeinsam mit zahlreichen geladenen Gästen, langjährigen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern sowie Kooperationspartnern gefeiert.
„Wir freuen uns riesig: nicht nur darüber, dass wir den heutigen Abend dem Bildungswerk widmen. Wir freuen uns vor allem, dass wir hier alle zusammenkommen. Denn die inhaltliche Arbeit des Bildungswerks ist nicht allein das, was sie besonders macht. Es sind die Menschen, die uns in dieser Zeit begegnet sind und uns begleiten. Ihr seid es, die unsere Arbeit füllen. Mit Ideen, Anregungen, Emotionen, Vertrauen und Zuspruch“, sagte Bildungswerk-Mitarbeiterin Rebecca Proba bei ihrer Rede zur Eröffnung der Feier.
Die Jubiläumsveranstaltung bot Raum für Begegnung, Austausch und den Blick auf eine bewegte Geschichte. In einem offenen Talk erinnerten Bildungswerk-Mitgründerin Petra Schwatlo-Drescher und Pfarrer Helmut Müller, der bereits seit den frühen 1990er-Jahren regelmäßig Seminargruppen des Friedensdorf Bildungswerks begleitet, an die Entwicklung der Bildungsarbeit. In einer gemütlichen Wohnzimmer-Atmosphäre entstanden persönliche Gespräche, in denen viele Anekdoten und Erinnerungen aus vier Jahrzehnten geteilt wurden.
Ein besonders emotionaler Moment waren die zahlreichen Grußbotschaften, die per Video übermittelt wurden. Vor allem die herzlichen Grüße der Friedensdorf-Kinder berührten viele der Anwesenden.
Große Wertschätzung erfuhren an diesem Tag auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Friedensdorf Bildungswerks. In vielen Redebeiträgen und Gesprächen wurde ihr langjähriges Engagement für politische Bildung, Demokratieförderung und gesellschaftlichen Zusammenhalt gewürdigt.
Neben dem Rückblick richtete sich der Blick bewusst auch nach vorne. Passend zum Selbstverständnis des Bildungswerks stand mit dem interaktiven Vortrag „Lokal handeln – global wirken: Wie unser Alltag Veränderung möglich macht“ ein zukunftsorientiertes Bildungsangebot auf dem Programm. Christine Buchwald, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Rhein-Waal, zeigte auf, wie individuelles Handeln gesellschaftliche Veränderungen anstoßen kann und lud die Gäste zu einem gemeinsamen Austausch über Verantwortung, Perspektivwechsel und konkrete Handlungsmöglichkeiten ein.
Seit seiner Gründung vor 40 Jahren versteht sich das Friedensdorf Bildungswerk als Ort des Lernens, der Begegnung und des Dialogs. Gemeinsam mit Schulen, Vereinen, Institutionen und zahlreichen Kooperationspartnern setzt es sich bis heute für eine friedliche, gerechte und solidarische Gesellschaft ein.
Das Jubiläum war deshalb nicht nur ein Anlass, auf das Erreichte zurückzublicken, sondern vor allem auch, all jenen Danke zu sagen, die die Arbeit des Friedensdorf Bildungswerks über viele Jahre begleitet, unterstützt und mitgestaltet haben – und gemeinsam motiviert in die Zukunft zu blicken.