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Herz, Hand und Organisationstalent – die Sachspenden im Friedensdorf

Eine tragende Säule der Arbeit des Friedensdorfes ist die Abteilung der Sachspenden. Hier zeigt sich Tag für Tag, wie viel Engagement, Teamgeist und Herzblut notwendig sind, damit Hilfe dort ankommt, wo sie dringend gebraucht wird. Der Erfolg lebt von Menschen, die sich mit ihrer Aufgabe zu einhundert Prozent identifizieren – die Herzstück und Seele des täglichen Arbeitens sind.

Einer von ihnen ist Patrick Horward. Seit über 17 Jahren ist er im Bereich der Sachspenden tätig und weiß genau, wie vielfältig, abwechslungsreich und verantwortungsvoll die Arbeit an der Lanterstraße ist. Was nach außen oft selbstverständlich wirkt, ist in Wahrheit eine große logistische Herausforderung: Spenden annehmen, sortieren und abholen, Container leeren, Listen für die Interläden erstellen, Waren ausfahren – all das will koordiniert und zuverlässig erledigt werden.

„Und diese gilt es Tag für Tag zu bewältigen, denn das Rad bei uns in den Sachspenden dreht sich täglich weiter“, betont der 45-Jährige. „Jeder Tag ist anders – und genau das macht es so spannend.“

Damit alles reibungslos funktioniert, braucht es echte Allrounder – und vor allem ein starkes Miteinander. Der Teamgedanke ist hier von entscheidender Bedeutung. „Wir kennen uns alle seit vielen Jahren, sind zusammengewachsen. Wir haben auch privat miteinander zu tun – vom Umzug bis hin zum gemeinsamen Billardspielen“, erzählt Sarah Beckmann, Leiterin der Sachspendenabteilung. Und wenn es nötig ist, wird auch über die reguläre Arbeitszeit hinaus gemeinsam angepackt – ehrenamtlich, selbstverständlich und gerne auch mal bei einem Stück Pizza und einem Kaltgetränk.

In den vergangenen Jahren hat sich vieles verändert. Patrick Horward beobachtet an der Lanterstraße auch gesellschaftliche Entwicklungen ganz konkret: „Früher waren viele gut erhaltene Kleidungsstücke in den Spenden. Das hat deutlich nachgelassen. Kleidung wird heute günstiger gekauft, hält oft nicht lange und ist dann für unsere Arbeit nicht mehr nutzbar.“ Die Folge: Heute muss mindestens die doppelte Menge an Spenden sortiert werden, um den gleichen positiven Ertrag für das Friedensdorf zu erzielen.

Und dennoch bleibt die Freude an der Arbeit ungebrochen. „Im Grunde haben wir ja jeden Tag Weihnachten“, sagt Patrick Horward mit einem Lächeln. „Wir öffnen Pakete, Säcke und Kartons – und sind jedes Mal gespannt, was drin ist.“

Ein Satz, der gut beschreibt, was die Sachspendenabteilung im Friedensdorf ausmacht: Einsatz, Zusammenhalt – und ganz viel Herz.

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