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Schritte für den Frieden

Wenn Ute Schäfer ihre Wanderschuhe schnürt, dann geht es längst um mehr als nur das Zurücklegen von Kilometern. Es geht um Begegnungen, um Menschlichkeit – und um die Kinder des Friedensdorfes. Die 82-Jährige aus Moers macht sich in wenigen Tagen erneut auf den Weg, um durch Deutschland zu pilgern und dabei auf die Arbeit vom Friedensdorf aufmerksam zu machen.

Dabei scheint es, als sei sie gerade erst von ihrer letzten großen Reise zurückgekehrt. Vier Wochen lang war Ute Schäfer auf dem ökumenischen Jakobsweg unterwegs, wanderte von Görlitz bis nach Erfurt, über Feldwege, Waldpfade und durch unzählige Ortschaften.


Es ist längst nicht ihre erste außergewöhnliche Wanderung. Bereits in der Vergangenheit pilgerte sie von Flensburg bis zur Zugspitze. Nun stehen Anfang Juni und Anfang Juli die letzten beiden Etappen ihrer aktuellen Tour an. Es wird die insgesamt 70. ehrenamtliche Wanderung sein – und vermutlich die letzte in dieser Größenordnung.

„Es werden wohl ein paar Tränen fließen, wenn ich am 14. Juli in den Dom von Aachen als meine letzte Etappe einlaufe“, sagt Ute Schäfer mit einem Lächeln, hinter dem sich viele Erinnerungen verbergen.

Was sie immer wieder antreibt? Neugierde, Abenteuerlust und der Wunsch, Menschen für die Arbeit des Friedensdorfes zu begeistern. Geboren 1943 in Bochum, hatte ihre Familie alles durch den Krieg verloren – auch den Vater. „Ich möchte nicht, dass Kinder Kriege erleben müssen, ihre Väter durch Kriege verlieren. Deshalb laufe ich für die Kinder“, sagt Ute Schäfer. Dabei ist sie selten allein. Sohn Benjamin begleitet seine Mutter regelmäßig auf einzelnen Wegabschnitten, besucht sie entlang der Strecke und teilt mit ihr die besonderen Momente des Pilgerns.

Wer Ute Schäfer zuhört, spürt schnell, wie sehr sie das Unterwegssein geprägt hat. Beim Pilgern, so sagt sie, würden Raum und Zeit eine andere Bedeutung bekommen. Gedanken werden klarer, Begegnungen intensiver. Und genau diese Begegnungen nutzt sie seit vielen Jahren, um Menschen vom Friedensdorf zu erzählen.

So hinterlässt sie auf ihren Wegen weit mehr als nur Fußspuren. Sie hinterlässt Geschichten, Gedanken und Erinnerungen – und trägt die Idee des Friedensdorfes durch ganz Deutschland.

Oder, wie Ute Schäfer es selbst ausdrückt:

„Stell Dir vor, es ist Frieden, und jeder geht hin.“



Wer die Friedenswanderung von Ute Schäfer sowie die Arbeit des Friedensdorfes unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun:

Sparkasse Oberhausen
IBAN: DE59 3655 0000 0000 1024 00

Stichwort: Friedenswanderung Ute Schäfer

Jeder Beitrag hilft dabei, dass Ute Schäfers Botschaft auch über ihre letzte große Etappe hinaus weitergetragen wird.

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