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Minori Nakaoku – wo kleine Schritte Großes bewirken

Manchmal beginnt alles mit einem einzigen Moment. Für Minori Nakaoku war es ein Fernsehbericht in Japan, der ihr Leben verändern sollte. Die Bilder aus dem Friedensdorf ließen sie nicht mehr los. „Das Friedensdorf ist in Japan sehr bekannt und die Menschen schätzen die hier geleistete Arbeit. Mir war schnell klar, dass ich auch hier arbeiten möchte“, erinnert sie sich.

Heute, viele Jahre später, ist die gebürtige Japanerin selbst ein unverzichtbarer Teil dieser Arbeit. Seit 2016 unterstützt sie das Friedensdorf als Ergotherapeutin – ein Beruf, der weit über Übungen und Therapieeinheiten hinausgeht. Es ist ein Beruf, der Perspektiven eröffnet, der Leben verändert.

Tag für Tag begleitet Minori Kinder auf ihrem Weg zurück ins Leben. Kinder, die schwere Verletzungen, Krankheiten und Operationen hinter sich haben. Kinder, deren Zukunft ohne die Hilfe des Friedensdorfes oft ungewiss wäre. „Die Kinder müssen nach erfolgreicher Behandlung und der Rückkehr in ihre Familien so gut, mobil und eigenständig wie möglich leben können – das ist mein Anspruch“, sagt sie.

Dabei geht es nicht nur um körperliche Fortschritte. Es geht auch darum, sich selbst wieder anzunehmen. Den eigenen Körper zu akzeptieren, Vertrauen zu fassen und Mut zu schöpfen. Gerade hier entfaltet das Friedensdorf eine besondere Kraft: „Hier wird niemand aufgrund seiner Krankheit oder Verletzung ausgegrenzt. Jedes Kind bringt seine eigene Geschichte mit – und genau das schafft eine unglaubliche Gemeinschaft. Die Kinder sind füreinander da, sie stärken sich gegenseitig. Das ist auch für unsere Arbeit von unschätzbarem Wert.“

Diese Gemeinschaft ist es, die stärkt – genauso wie die enge Zusammenarbeit aller Bereiche im Friedensdorf. Ergo-Therapie, Physio-Therapie, Medizin, Pflege, Organisation: Alles greift ineinander. „Wir lernen voneinander – von den Physiotherapeuten, vom Orthopäden, von allen Abteilungen. Und auch die Unterstützung durch engagierte Partner, die beispielsweise Rollstühle reparieren oder Hilfsmittel bereitstellen, ist unersetzlich“, betont Minori.

In den vergangenen Jahren hat sie unzählige Kinder auf ihrem Weg begleitet. Viele kleine Schritte, viele große Fortschritte – und viele bewegende Momente. Einer davon ist ihr besonders im Herzen geblieben:

„Ein Junge litt an so schweren Verletzungen, dass ihm Gehen und Stehen kaum noch möglich waren. Als er nach seiner Behandlung zurück in seine Heimat zurückkehren durfte, sagte er zu mir: Ich war nur noch wie eine Sache, ein Gegenstand, der nur noch rumliegen konnte. Dank Eurer Hilfe kann ich wieder leben – und dafür danke ich Euch aus tiefstem Herzen.“

Es sind genau diese Worte, die zeigen, was die Arbeit im Friedensdorf bewirken kann. Und es sind Menschen wie Minori Nakaoku, die mit ihrem Engagement, ihrer Wärme und ihrem unermüdlichen Einsatz dazu beitragen, dass kleine Schritt bald Großes bewirken.

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